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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 213)

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bedrahten Bau- und Kunstgewerbe dringend geboten ist und dass die Kammer die Mittel 
hiezu erblickt: in der Gewährung einer mehr als zwölfjährigen Steuerfreiheit für die ganze 
Stadt Wien, die Errichtung eines städtischen Hypothekar-lnstitutes, in der Einbeziehung 
der Donaustedt in das Verkehrsnetz der Stadtbahn, der Auflassung der Linienwalle, 
der Lösung der Verzehrungssteuerfrage und endlich in der Regulirung der inneren Stadt 
auf Grund eines Baulinienplanes und mit Hilfe eines Expropriations-Gesetzes. 
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- Ein Organ der Handelskammern. Die Secretäre der österreichischen 
Handels- und Gewerbekammern haben beschlossen, ein Central-Organ für die Handels- 
und Gewerbekammern Oesteireich-Ungarns zu schaffen zum Zwecke einer besseren Ver- 
standigung über die gemeinsamen Interessen und der eifrigeren Vertretung derselben, 
Dieses Organ ist nunmehr unter dem Titel -Die Kammer: erschienen. Die neue 
Zeitung soll wöchentlich einmal und zwar jeden Samstag erscheinen. Herausgeber ist 
Herr Professor Dr. Karl Rausch. Der Probenummer liegt ein von den Kammersecre- 
raren Dr. Hallwich (Reichenberg). Dr. v. Stephani (Brünn), Dr. v. Szvetenay (Pest) und 
Dr. Zapf (Wien) unterzeichnetes Memorandum bei, welches den Zweck und die Tendenz 
des neuen Organs eingehend bespricht. Es wird betont, dass die Verständigung der Kam- 
mern bishcr schwerfallig war, dass die Actionen der Handelskammern in ihrer vollen 
Ausdehnung nicht genügend und allgemein bekannt werden, trotzdem dieselben für ge- 
wisse Zweige der Handels- und Gewerbewelt von unmittelbar praktischem Interesse 
wären, und es wird endlich auf die den analogen Bedürfnissen dienenden ausländischen 
Handelskammer-Organe hingCWiBSCn, Unter dem Titel wDer Consul- bringt das neue 
Organ eine Beila ge, welche sich mit den Export- und lmportverhaltnissen, namentlich 
in Bezug auf den Orient, beschäftigt. 
x 
- Der XXi. Band der -Berichte und Mittheilungen des Alterthumsvereines zu 
Wien: (Wien, in Commission der Buchhandlung Carl Gerold's Sohn, 188:, gr. 4") bringt 
eine Reihe interessanter Aufsätze, unter denen jene von Carl Lind, Prof. A. Hauser 
und Baron Suclten besonders hervorzuheben sind. Prof. Hauser gibt einen eingehenden, 
mit Illustrationen versehenen Bericht über die Dreifaltigkeitssaule am Graben und ihre 
Restauration, Baron E. Sacken einen Bericht über die Althan'schen Grabmaler in der 
Kirche zu Murstetten, welche aus dem Atelier Alex. Colins hervorgegangen sind. 
v 
- Soeben ist in Graz im Verlage Leykam erschienen: -Steirisches Künstler- 
Lexicon von Prof. Joh. Wastlerc, X97 5.. 8. Diese Arbeit. welche der Verfasser be- 
scheiden einen Versuch nennt, ist ein sehr verdienstvolles Unternehmen. Als -steirische 
Künstler- werden jene bezeichnet, welche entweder durch Geburt oder durch längere 
Thatiglteit im Lande auf diesen Namen Anspruch erheben können. Das Lexicon ist als 
Beitrag zur Geschichte der deutschen Kunst von hohem Interesse; die Ausstattung des 
Buches ist eine sehr gute. 
n 
- H. Otte's xHandbuch der kirchlichen Kunst-Archäologie- erscheint jetzt in 
Leipzig bei T. O. Weigel in fünfter Auflage, in Verbindung mit Otte bearbeitet von 
Ernst Wernike, Pfarrer in Coburg. 
KLEINERE MITTHEILUNGEN. 
(PBrSODBIDSOhTIOhTh) Custos Dr. Franz Wickhoff ist von seiner 
sechsmonatlichen Studienreise aus ltalien zurückgekehrt. Dr. Frimmel, 
welcher an dessen Stelle in der Zwischenzeit als Custos fungirt hatte, 
scheidet nun wieder aus dem Verbande des Museums und gedenkt gleich- 
falls eine längere Studienreise nach Oberitalien anzutreten. 
(Besuch den Iuseums.) Die Sammlungen des Museums wurden im Monate 
Mai von 15.481, die Biblolhek von 1394 Personen besucht-
	        

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