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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIX (1884 / 221)

Beilage zu Nr. 221 
der 
„Mittheilungen des k. k. Oesterreieh. Museums." 
bildet eine großere Arbeit über die Kunstdenkmale von Cividale in Friaul und den 
benachbarten Städtchen Gemona und Venzone, ein umgearbeiteter und verbesserter 
Wiedt-rabdruck aus dem v-Jahrbuchec und den nMittheilungen-i der k. k. Central- 
Commission. 
Das Entgegenkommen der k. k. Central-Commission ermöglichte es dem Ver- 
fasser, die beiden letztgenannten Abhandlungen reich zu illustriren, für die anderweitige 
würdige Ausstattung des Werkes wurde von Seite des Verlegers bestens gesorgt. Der 
' vierte Band befindet sich auch bereits im Drucke und wird eine bedeutend vermehrte 
und ergänzte Ausgabe von R. v. Eitelbergefs ltunstgeschiclttlichem Hauptwerke: 
i-Die mittelalterlichen Kunstdenkmale Ditlmatlensv, enthalten. 
s 
- (Literarisch-artistische Publicationen des österr. Museums im 
Jahre r883.) Bei keinem lnstitute ist es so nöthig, dass die literarischen und artisti- 
schen Publicationen aus der eigenen Initiative jener Manner hervorgehen, welche berufs- 
mäßig an demselben wirken, als an dem osterreichischen Museum für Kunst und ln- 
dustrie. Denn an diesem Museum handelt es sich darum, anzuregen, durch Wort und 
Bild zu wirken und das zu fördern, was die Geschmacks- und Kunstbildung des Volkes 
hebt. Es ist für alle Förderer dieser Anstalt in hohem Grade erfreulich, wenn sie auf 
solche Publicattonen hinweisen und darauf aufmerksam machen können, dass diese con- 
form den geistigen Grundlagen des Museums sind. Das abgelaufene Jahr ist reich an 
Ptrblicationen dieser Art. Unter denselben nehmen: die lehrreiche, reizend illustrirte 
i-Aesthetik des Kunstgewerbes- von Jals. von Falke (Stuttgart bei Spemann) und das 
i-Real-Lexikon der Kunstgewerher von Bruno Bucher (Wien bei Faesy) die erste Stelle 
ein. Daran schließen sich Professor K. Hrachowina's v-Wappenbuchleinu, von dem 
eine zweite Auflage vorbereitet wird, und desselben Verfassers dnitialenwerkr, beide im 
Verlage von Karl Graeser in Wien; die v-Mobelformen der französischen Renaissanceu 
und nostasiatische Bronzegefaße und -Gerathe in Umrissenu von Prof. Herrn. Herdtle, 
dem sich ein ähnliches Werk desselben Künstlers anfügt, welches -kunstgewerbliche 
Bronzen der Antike und der Renaissancea reproduciren wird. An diese Publicationen 
reihen sich als amtliche Veroflentlichungen der vor Kurzem ausgegebene i-Bibliotheks- 
Katalog-i des Oesterr. Museums, bearbeitet von dem Bibliothekar Custos Ed. Chmelarz 
und dem Bibliotheksbeamten Franz Ritter, und die Monatsschrift: -Mittheilungen des 
Oesterr. Museurnsa, redigirt von Ed. Chmelarz, an. Die fachmännischen Kataloge der 
wBronze-Ausstcllungu, der Ausstellung der -Graf'schen Funde: und der -Leitner'schen 
Ausstellung: wie die soeben zur Ausgabe gelangende neue Attflage des nWEgWElSSfSl ver- 
vollständigen das Bild der literarischen Wirksamkeit des Museums im vergangenen Jahre. 
Bereits im laufenden Jahre erschien der oben eingehender angezeigte lll. Band der 
-Gesammeiten Schriftcn- des Directors Hofrath R. v. Eitelberger. Auch der lV. Band 
derselben befindet sich bereits im Druck. ln Vorbereitung sind weiters eine von Regie- 
rungsrath Sucher besorgte Publication der wichtigsten im Besitze der Bibliothek des 
Museums befindlichen Zeichnungen Ferd. Laufbergefs. Herr Josef Fol nesics arbeitet 
an einem populär abgefassten rLeitfaden zum Studium der Keramik-i, dessen Erscheinen 
wohl vor Jahresschluss zu gewärtigen sein dürfte. 
x 
-- (Die Technologie der Drechslerkunst.) Unter allen Kunstgewerben 
hat die Drechslerkunst einen wissenschaftlichen Führer am nolhigsten. Die Drechsler 
gehören in der ganzen Monarchie zumeist dem Kleingewerbe an, relativ nur wenige üben 
die Drechslerkunst fabriksmaßig und für den Großbetrieb aus. Zudem werden in der 
Drechslerei so viele Stoffe verarbeitet, dass ein technisches Lehr- und Handbuch für alle 
Drechsler in hohem Grade erwünscht ist. Die Wiener Handels- und Gewerbekammer 
hat sich ein reelles Verdienst um diesen Kunstzweig erworben, indem sie den Techno- 
logen Herrn Professor Ed. Hartausek veranlasst hat, eine Technologie der Drechsler- 
ltunst, d. h. die Lehre von den Rohstoffen und deren Verarbeitung im Drechslergewerbe, 
wissenschaftlich zu bearbeiten. Das Buch liegt uns vor, es behandelt auf mehr als 300 
x. au. 1884. 4
	        

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