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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XX (1885 / 237)

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Ausweis über die Frequenz der Kunstgewerbeschule. 
I. Semester 1884[85 
 
 
ll. Semester 188485 
 
 
 
 
Ordeml. Hospi- Z Darunrer Ordenxl. Hospi- Zus Darunter 
Schüler unten "s Damen Schüler xanlen ' Damen 
Vorbereitungsschule: 
Minnigerode 1. 38 9 47 18 28 11 39 16 
Hrachowina . . 40 5 15 13 3 6 45 14 
Kühne  . 16 4 20 - I2 4 19 - 
Blos R Vor es. - x 1 - - 1 1 - 
Summc 94 xg 1 13 31 81. n 104 30 
Fachschule für Architektur: 
Sxorck . . . . . . v9 - 9 2 1a - 10 2 
Herdrlc . . 11 1 12 - 11 I 12 - 
Beyer . . . . . . . . 13 z 15 4, 11 2 13 4 
Summe 33 3 36 6 32 3 35 6 
Fachsclxule für Bildhauerei: 
K6nig........ 18 r x - 19 x 20 - 
Schwartz . 10 3 x - 9 z 11 - 
Klotz . . . . . . .. u z 14 - 11 1 xz - 
Summe 40 6 46 - 39 4 43 - 
Fachschule für Zeichnen und Malen: 
Sturm  . 13 2 15 g 14 2 16 1a 
Rieser . 16 4 zu 7 17 3 20 7 
Berger . . 18 1 19 3 17 ' 1 18 2 
Machx.  25 1 26 1B 24 3 27 17 
Summe 72 8 80 37 72 9 81 36 
Fachschule für Radirkunst: 
Unger........ 3 2 5 - 3 - 3 - 
Fachschule für Holzachneidelxunst: 
Hechx........ - - - -- - 1 1 - 
Gesammtsumme 241 38 280 74 228 39 267 72 
Donnerstags-Vorlesungen im Museum. 
Am 27. November v. J. hielt Director Camillo Sitte einen Vortrag über Pier 
della Francesca. Der Vortragende gab zunächst unter Citirung der urkundlichen Stellen 
eine kurze Schilderung des Lebenslaufes von Pier della Francesca und eine Uebersicht 
seiner Werke, die in Photographien zur Ansicht vorlagen. Den Hauptgegenstand des 
Vortrages bildete jedoch die Besprechung seines berühmten Tractates über Petspective. 
Dieser JIOCh nirgends publicirte Tractat wurde insofern zum' erstenmale der Oelfent- 
lichkeit genauer bekannt gegeben, als die Zeichnungen desselben in 23 Wandtafeln vor- 
geführt und daran dies grundlegende Werk detaillirt besprochen wurde. Es wurde das 
Verhaltniss dieser Erstlingsarbeit auf dem Gebiete der malerischen Perspeetive zu den 
ersten Druckwerken, die ihm folgten (welche gleichfalls in Originalausgaben vorlagen) 
erortert und nachgewiesen, wie weit dieselben ihm folgten und wodurch sie sich 
unterscheiden. Besonders die Werke von Barbara und E. Danti kamen dabei zunächst 
in Frage und wurde gezeigt, wie diese zwar in einzelnen Detailfragen über Pier's Werk 
hinauskamen, im Ganzen Aber an echter Wissenschaftlichkeit nach Form und lnhalt wejt 
hinter ihrem Muster Zutückblieben. Bei der folgenden Untersuchung über das Verhältniss 
dieses theoretischen Werkes zu den praktischen künstlerischen Schöpfungen des Meisters 
wurde gezeigt, wie enge der Zusammenhang zwischen beiden und dass für Pier die Aus- 
bildung der Theorie stets Mittel zum Zweck war und wie sich alle darin enthaltenen 
Beispiele als theoretische Vorarbeiten gewissenhaftester Art zu seinen eigenen aus- 
geführten Werken der Malerei erweisen. Dieser Untersuchung folgte noch die weitere 
über das Verhältniss seiner eigenen Arbeit zu der seiner Vorgänger, besonders zu Uccelli,
	        

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