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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XX (1885 / 239)

Minheilunuan des k. k. lleslarrainh. Museums 
KUNST UND INDUSTRIE. 
(Monatschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) 
Am l. eine: ieden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr H. 4.- 
Redacxeur Josef Folnuiol. Expedition von C. Geroldi: Sohn. 
Man abonnirr im Museum, bei Gerold d: Comp., durch die Postanstalten, sowie durch 
alle Buch- und Kunsthandlungen. 
 
ISVIL  WIEN, 1.7 {AUGUST 1885. XX, Jahrg, 
  
luhnlt: Die Kunslgtgenslände und Alzenhümer des Grafen Cnrl Lnnckoronski im Oenerr. Museum. 
Von J. v. Falke. - Ueber Buchillunlratiun. Von Bruno Bucher. (Schluss) - Eitelbergere 
Monumente. - Liternturherichr. - Kleinere Millheilungen. 
 
 
Die Kunstgegenstände und Alterthümer des Grafen Carl 
Lanckoronski im Oesterr. Museum. 
Von J. von Falke. 
Der alte Orient, einst das Land der Wunder und der Märchen, 
nach einander der höchsten Civilisation und des tiefsten Culturverfalles, 
ist heute das Land der gelehrten Forscher und Reisenden, das Land der 
Kunstsammler und Kunstfreunde geworden. Immer neue Expeditionen 
gehen dahin, nach den verschiedenen Provinzen Klein-Asiens, nach 
Mesopotamien, Syrien und Palästina, und kehren zurück wenn nicht 
immer mit künstlerischer, doch immer mit wissenschaftlicher Ausbeute. 
Die Engländer haben sich auf Palästina geworfen, Berlin ist der Löwen- 
antheil mit den pergamenischen Sculpturen zugefallen, die troische Ebene 
hat in Schliemann ihren neuen Heroen gefunden, Benndorf hat uns 
Lykien erschlossen und die Reliefs von Gjölbaschi heimgebracht, und nun 
ist Graf Carl Lanckoronski mit seinen gelehrten und künstlerischen 
Freunden Hartel, Niernann u. A. drauf und dran, uns und der 
Wissenschaft das benachbarte Pamphylien zu gewinnen. Wir können 
einer großen Publication darüber entgegensehen, dürfen uns aber auch 
neben der wissenschaftlichen manche künstlerische Beute versprechen. 
Den Beweis liefert die Privat- oder Specialausstellung, welche Graf 
Lanckoronski gegenwärtig im Oesterr. Museum von den Ergebnissen 
seiner Orientreise in den beiden letzten Jahren gemacht hat, eine Aus- 
stellung, welche, wie uns scheint, weniger die Aufmerksamkeit auf sich 
gelenkt hat, als sie in der That und Wahrheit verdient. Es sind Hunderte 
X. Bd. 1335. 
	        

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