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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1887 / 5)

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genügende Zahl an Funden auf, als dass man ihr iene wichtige Rolle in der Ent- 
wickelung zuschreiben konnte. lm Folgenden zog der Vortragende Cesnola's Funde auf 
Cypern in die Besprechung und ging sodann auf die llteren Typen aus Großgriechenland 
und Etrurien über. Sodann wurde Helbigä Versuch, den Schmuck bei Homer zu recon- 
struiren, gewürdigt und ein Bild der Gesamrnterscheinung der Griechen jener Zeit ent- 
worfen. Für die Uebergangsepoche in die Blüthezeit griechischer Kunst fehlen uns die 
Beispiele und dürften bei der notorischen Armuth Griechenlands in jener Zeit kaum 
jemals zahlreich gewesen sein. So recht aus dem Vollen kennen wir dagegen in Folge 
der herrlichen Funde in der Krim für das 4. und 3. Jahrhundert schöpfen. Eine ein- 
gehende Besprechung des Fortnenreichthumes jener Bildungen behielt sich der Vortragende 
für den zweiten Abend vor, so dass die übersichtliche Charakterisirung des etruskischen 
und romischen Schmuckes nebst dem Hinweise auf die eminent prophylaktische Bedeutung 
des Schrnuckes bei den Alten den Schluss der ersten Vorlesung bildete. Da wir die 
zweite Vorlesung vollinhaltlich wiederzugeben beabsichtigen, verzichten wir darauf, hier 
einen Auszug aus derselben zu bringen. 
(Kunstgewerbesohuleq Professor Otto König hat im abge- 
laufenen Monate das Modell für den Brunnen vollendet, welches die 
Königin Olga von Württemberg für den Stuttgarter Schlosspark bei ihm 
bestellt hatte. Die Skizze für diesen Brunnen ist von der Münchener 
internationalen Ausstellung her bekannt. Am Rande eines kleinen Beckens, 
das von einem Balustersäulchen getragen wird, steht eine junge Mutter 
und wäscht ihren Knaben, der sich stark nach rückwärts über das Becken 
beugt. Aus dem Schwamme, den sie ihm an den Rücken drückt, quillt 
das Wasser hervor. Der figurale Theil des Brunnens wird in Stuttgart 
in Bronze gegossen werden, die Brunnenschalen mit der dazugehörigen 
Architektur sind dagegen in Marmor projectirt. - Vom 14.-18. v. M. 
war das fertige Modell im Atelier des Künstlers zur allgemeinen Besich- 
tigung ausgestellt und erfreute sich sowohl von Seite des Publicums wie 
von Seite der Presse ungetheilten Beifalles. 
durchgeführten Analysen und Untersuchungen, und zwar Analysen von Thonen und 
anderen keramischen RohstoEen, Glas, Cement, Steinmnssen, Erzen, Legirungen, sowie 
Feuerfeatigkeits- und Brennproben von keramischen Rohstoffen. 
Eine Reihe weiterer chemischer Analysen diente den Zwecken eigenen Studiums. 
Mit schriftlichen Gutachten und Rathxcbligen konnte die Anstalt ihrer Aufgabe in 30 Füllen 
gerecht werden. 
Praktische Versuche im Auftrage von Privaten wurden durchgeführt in Bezug auf 
Metallpatinirungen. Herstellung von Glasuren, Engoben, specieller Emaille, Aetzungen, 
Holzfarbungen und Kaotschukfarben. 
, Scharffeuer- 
Mes' B 'd'd'b l'h. 
Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen; ferner eine Scal:ngeuxnäfdsetiiillgsufiäoälflizä 
farben von Dr. F. Linke, Adjuncten der Anstalt; weitere Metallemaille, welche dem ken- 
mischen Atelier der Kunstgewerbeschule zur Du h b üb b d 
Farbgllser für Beleuelitungszwecke. n: Pro uns "E: e" w." m, neue 
e. 
Herren Arthur Mieg, derziit 
thatig, J. Taschelt behufa 
wecke keramischer Studien 
hufe seiner Ausbildung für 
Als Hospitanten der Anstalt sind zu bezeichnen die 
an seiner Porzellanfabrik in Pirltenhammer bei Karlsbad 
Studiums der Glasdecoration, A. Lahoda und C. Seidl zum Z 
beschlftigt, ebenso C. Swoboda; C. Hikisch speciell zum Be 
die Glasindustrie. 
Die Einnahmen der Anstalt waren folgende: 
    
 
  
 
t. Honorare für Analysen Prlparationen und Versuche für Private... G. 36-50 
z. Refundirungen . .. _ _ __ _ _ v , 4.50 
3. Taxen für MuGel e. , ".90 
4. Leboratoriumstaxen . . . . . .. . ,3o._ 
Summe" .. . . l. 293-90
	        

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