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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IX (1874 / 105)

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tigung in der. an die Stadtgemeinde Wien übergebenen Gartenanlage vor 
dem akademischen Gymnasium eine entsprechende Area reservirt worden. 
Se. ltais. Hoheit der durchl. Herr Erzherzog Karl Ludwig hat in 
der Jahresausstellung im Künstlerhause das grosse Gemälde i-Partie aus 
Agardo-x vöirProfjE. v. Lichtenfels, das Aquarell nNeustadt in Inns- 
brucku von Franz Alt und "St. Bernhards-Hunde von Karl Reichert 
angekauft. (W. Z.) 
(Der Besuch des Museums) belief sich im Monat April auf u.61o Personen. 
(Allgemeine Zeiohensehule im IX. Bezirke.) Vom Anfange des nachsten 
Schuljahres wird in dem Rossauer Gymnasium eine allgemeine Zeichenschule ereifnet 
werden, die nicht blos den Gewerbetreibenden, sondern noch mehr den Studirenden der 
Medicin nützlich sein dürhe, welche (nr ihre anatomischen und mikroskopischen Studien 
einen nicht geringen Grad von Zeichenfertigkeit brauchen. Die Leitung dieser Schule, 
die in den Abendstunden geöffnet sein wird, abernimmt Herr Prof. Mnehold. 
(Kunstlerstlpendlen) im Laufe dieses Jahres begeben sich fünf Züglingc der 
hiesigen k. Akademie der bildenden Künste nach Italien mit Staatsstipendien, und zwar: 
der Zögling der Architekturschule Herr L. Schwanberg (geb. zu Salzburg), der Züg- 
ling der Feuerbachschen Specialschule Herr Hynais (geb. zu Wien), der Engerrhsehen 
Specialschule Herr Berger (aus Mällren), der Bildhaucrschule Herr Matznn (aus Wien) 
und der Kupferstecher- und Landschaftsschule Herr L. Fischer. 
(Kunstgewerbasohule des Museums.) In dem laufenden Sommersemester ist 
die Kunstgewerbeschulc des Museums von 16x Schülern besucht, wovon 76 auf die Vor- 
bereitungssehule fallen. Die Zöglinge der Kunstgewerbeschule nehmen diesmal an den 
Vorlesungen des Prof. Dr. Ditscheiner über Farbenlehre theil, welehe__sowohl für die 
Zöglinge der Akademie der bildenden Künste, wie für die der Kunstgewerbeschule in den 
Räumen der Hundelsakndetnie abgehalten werden. 
(Quellensohrlften für Kunstgeschichte und Kunntteahnik des Mittel- 
alters und der Renaissance) herausgegeben mit Unterstützung des k. k. Ministeriums 
für Cultus und Unterricht von R. v. Eitelberger. Der eben ausgegebene 7. Band 
enthält den nach Handschriften und bisherigen Editionen revidirten Text der wSchedulu 
diversarum artiurm des Menches Theophilus, auch Rugerus genannt; dazu die Fragmente 
aus dessen Breviarium und andere, sammt Uebersetzung, von A. llg. Ein späterer Band 
wird den Commentar nachliefern. Die Einleitung verbreitet sich eingehend über das 
handschriftliche Material und die Persönlichkeit des alten Autors, dessen hier publicirte 
technische Vorschriften nber Wand- und Miniaturrnnlerei, Glasmalerei, Gllsmucherkunst, 
Mosaik, Goldschmiedekunst und Erzguss die heuptsächlichste Fund be über das Wesen 
der mittelalterlichen Production in diesen Fächern bilden. - Se. xcellenz der Herr Mi- 
nister für Cultus und Unterricht sprach dem Verfasser seine Anerkennung für diese 
Arbeit aus und gewährte demselben Urlaub und Subvention zu einer diesjährigen Reise 
nach Italien. 
Der 8. Band der Sammlung: nDie Kunstbestrebungen am bayerischen Hofe unter 
Herzog Albrecht V. und Wilhelm V1, herausgegeben von Prof. I. Stocltbauer In 
München, ist im Drucke nahezu vollendet. Ausgaben der lndroduzione des Vasari, der 
Künstlerbiographien aus Facius und mehrerer Schriften Leon B. Albertfs sind in Vor- 
bereitung. Dr. Scheins in Berlin hat die Bearbeitung der Fxcerpte- des Anastasiui 
Bibliothecarius übernommen. 
(Auszeichnung) Der n. o. Gewerbeverein hat die Bildhnuereischuler an der 
Kunstgewerbeschule des Oesterr. Museums, August Kühne, Karl Tappeiner und Adolf 
Greil (letzterer gegenwärtig Lehrer an der l-lolzschnitzschule in Hullstadt) mit detti 
Preise ausgezeichnet. 
(Vortrage des Herrn Reg-Reihe: Dr. W. Exner.) Die beiden Vom-tage. 
welche Prof. Dr. W. Exner im vertiossenen Wintersemester im Museum abgehalten hat, 
sind soeben bei W. Braumüller unter dem Titel -Der Antheil Oesterreichs an den tech- 
nischen Fortschritten der letzten Jahre-i in schöner Ausstattun erschienen. Sie werden 
als Broschüre gewiss eben so viel Anerkennung Enden, als sie seiner Zeit als Vortrlge 
gefunden haben. b - 
 
Hieryu eine Beilage.
	        

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