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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VI (1871 / 67)

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mit der Zeit krlißiger entfalten. In solcher Hodnnng ist der Verein bereit, der Suche 
jedes mögliche Opfer an Geld und Kraft zu bringen. Er hat derzeit vier Lehrer bestellt, 
welche den Unterricht gröestentheils ohne alle Müheentschädignng, jeder durch mehrere 
Stunden dcr Wache ertheilen werden, n. am: Ludwig Hause, Historienmaler, Gir eles 
mentare Geometrie und Freihandzeichnen; Albert Beer, k. k. Bauadjuncten, für das 
gswerblich-constrnctive Zeichnen, besonders der Baugewerke; Josef Geyling, k. k. Pro- 
fessor des Freihandzeichnens und Modellirens an der Oberrealschule, für Modelliren; 
endlich wird Prof. Gnstav Sclxaller die gewerbliche Geschmacks- und Styllehre vor- 
tragen. Die Gemeinde Linz ist eben im Zuge. dem Vereine für seinen Unterricht die 
nöthigen und zweckmässig eingerichteten Locale zuzuweisen; mit guten Lvhrrnitteln ist 
der Verein theils beschenkt worden, theils wird er solche kaufen u. z. die besten jeder 
Kategori". ' 
(In der Knnslgewerbeschule) hat der Unterricht am Dienstag den n. April 
wieder seinen Anfang genommen. 
(Das laßlßllllllllßf) im Museum ist seit Ostern wieder nur an den Tagesstundeu 
geöünet. ' ' ' 
(David llollenbach) ist am 22. März den Folgen eines Schlag- 
Husses erlegen. In ihm verlor das Museum einen warmen Freund und 
Anhänger, _welcher die Principien unseres Instituts in das Praktische 
Leben einzuführen mit Erfolg bestrebt war. Ueber Hollenbachs Lebens- 
gang und seine Bedeutung für die Wiener Kuustindustrie zu sprechen 
wird sich noch Gelegenheit bieten. 
(Director v. Eiteibcrger) hat Mitte März eine Erholnngs- und 
Studienreise nach Italien angetreten, von welcher er Ende April zurück- 
zukehren gedenkt. 
(Diß iloibeln-Ansstellung) in Dresden, deren Abhaltnng im vergangenen Jahre 
vertagt werden musste, wird heuer vom 15. August bis 15. October stattfinden. 
(PrelsausschrcibungJ Der n. ö. Gewerbeverein hat auf Antrag eines seiner Mit- 
glieder, des Herrn Franz Ritter v. Wertheim, beschlossen, die nachfolgende Preisfrage 
nur Beantwortung ansznschreiben: 
„In welcher Weise können die Uebelstiinde der Preiserthcilnngen, wie sie bei frii- 
„heren Ausstellungen zu Tage getreten sind, bei der Wiener Weltausstellung im J. 1873 
„möglichst vollständig, zwerkrniissig und in einfachster Weise vermieden werden, entweder 
„durch Verbessening einer der früher angewendeten Methoden, oder durch Anwendung 
„einer neuen Methode." 
Für die beste Beantwortung dieser Frage werden von Seite des n. ö. Gewerbevor- 
eines die von dem Antragsteller Herrn Franz Ritter v. Wertheim gewidmeten drei 
Preise für Inländer und Ansllinder: Eine grosse goldene und zwei grosse silberne Mes 
daillen ertheilt. 
Die Preise können nur jenen Preisbewerbern ertheilt werden, welche folgende Be- 
dingungen erfüllen: 
l. Dnrf die Beantwortung der Preisfrage nicht blos in einem unmotivirten Vor. 
schlage bestehen, sondern es muss die Beantwortung in Form einer, wenn nuch noch so 
kurz gehaltenen Abhandlung erfolgen, in welcher der Preisbewerber die Methoden der 
früheren Ausstellungen mit Rücksicht auf ihre Vorzüge und Mängel kritisch beleuchtet, 
um dann scinen eigenen, eingehend motivirten Vorschlag daran zu knüpfen. 
2. Zur Preisbewerbung können nur jene Arbeiten zugelassen werden, welche längstens 
Ende October 187i eingelangt sind. - Die Zusendung erfolgt versiegelt mit einem Motto. 
3. Das Manuscript bleibt literarisches Eigenthum der Preishewerber, nur bedingt 
sich der n. ö. Gewerbeverein den Abdruck der Abhandlung in seiner eigenen Zeitschrift 
ohne besonderes Honorar. 
4. Die Rücksendung der eingesendeten Manuscripte Endet nicht statt, doch steht 
es den Preisbewerhern frei, diese durch einen Bevollmächtigten während dreier Monate 
nach der Preisertheilung im Bnreau des n. ö. Gewerbcvereines abholen zu lassen. 
Die Preisznerkennnng erfolgt längstens in der December-Generalversarnmlung 187i. 
Die Preis-Jury wird seiner Zeit vom n. ö. Gewerheverein zusammengesetzt. 
Die Namen der Prümiirten werden nicht nur in den Wiener Zeitungen, sondern 
auch in einigen der geleseuereu Bllitter des Auslandes, der engeren Heimat des also Aus- 
gezeichneten, verödentlicht werden.
	        

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