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Objekt: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 5)

den hinter dem Bal- 
kon gelegenen drei- 
fenstrigen Mittelraum 
und rechts von ihm 
das Porzellanzimmer. 
Die Eigenart, ja 
das Einzigartige des 
Brünner Porzellan- 
zimmers besteht in 
dem seltsamen Belag 
der Wände mit viel- 
gestaltigen größeren 
und kleineren Por- 
zellanplättchen, von 
denen manche an Do- 
sendeckel erinnern. 
Mit Ausnahme der 
Wandbespannung 
aus gelbem Seiden- 
damast gibt es keine 
Stelle im ganzen Rau- 
me", dernicht mit ihnen 
verziert, diesem Por- 
zellanschmuck nicht 
untergeordnet wäre. 
Nicht bloß die hölzerne 
Sockelverkleidung der 
Wände, die Türauf- 
sätze und Tiirfüllun- 
gen und der ringsum 
laufende reich ge- 
schnitzte Fries, son- 
dern auch die schmalen 
Fensterumrahmungen 
(Abb. 4), die Bilder- 
rahmen, alle Möbel 
bisherabzurFußbank 
und den Spuckkäst- 
chen dienen eigentlich 
nur dazu, den Glanz 
und Wert dieser da- 
mals so kostbaren und hochgeschätzten neuen Erfindung ins rechte Licht zu 
setzen. „Indianische" Zimmer, mit Lackarbeiten und Nephritschnitzereien, 
chinesischem und europäischem Porzellan erfüllte Räume waren ja seit dem 
Abb. 7. Uhr im Porzellanzirnmer
	        

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