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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe X (1875 / 119)

Ktamaas MITTHEILUNGEN. 
(Programm der Vorlesungen im k. k. Ooaterr. Museum 1875176.) Am 
11. November: Hofrath v. Eitelberger, nUeber kunstgewerbliche Fachschulenu; am 18.: 
Custos Lippmann, wGutenberg und die Anfange der Buchdruckerkunst-i; 25.: Reg-Rath 
Exner, w-Das Biegen des Holzesu; 2., 9., 16. December: Reg-Rath von Falke, wbie 
Kunst im Oriente; 13.: Ober-Baurath v. Hansen, -Ueber den Akademiebaul; 30.: Reg.- 
Rath Exner, lTechnologisches aus Japan-w; 13. Januar: Prof. von Lützow, sUeber 
M. v. Schwindn; 20.: Custos Ilg, (Terminologie und Styl der Spitzen-i; 27.: Delselbe, 
nDie Barockmsler Oesterreichsn; 3. Februar: Prof. Bauer, nDer Zahn der Zeit-i; 10.: 
Ober-Baurath v. Ferstel, nDie lnnendecoration der Votivkirche-q 1 .: Prof. Hauser, 
nUeber romische Baudenkmäler in Dalmatien-t; 24.: Prof. Conze, wlzleber griechisches 
Costumu; 2. März: Custos Bucher, wUeber Spielkartem; 9.: Prof. Thausing, vUeber 
Masolino und Masaccio; 16. und 23.: Prof. von Neumann-Spallart, "Gewerbe und 
Kunstgewerbe in Oesterreichs älterer Ztita. 
(Neu ausgestellt.) Hinterglasmalerei, wder gute Hirte, aus dem 18. Jahrhundert, 
und Elfenbeinbuchschen, 18. Jahrh., Eigenthum des Herrn Joh. Reitzner in Kaschau; 
- Holzmalereien, ausgeführt von Baronesse Marie v. Wangenheim; - Photographien 
und photographische Drucke von E. Löwy, k. k. Hofphotograph in Wien; - Proben 
von Marmorimitation auf Holz von G. A. Santesson in Wien; - Büste des verstor- 
benen Feldzeugmeisters v. Gablenz, in Marmor ausgeführt von Bildhauer B. Hoerbst 
in Rom, Eigenthum der Frau Baronin v. Eskeles; - zwei Tische von Ebenholz mit 
Elfenbein eingelegt vom Kunsttischler Bernh. Ludwig; - Cassette von Ebenholz mit 
Perlmutter eingelegt von Joseph Urbaschek in Wien; -- verschiedene orientalische Ge- 
genstande von Silber, Porcellan, Lack etc. etc., Eigenthum des Herrn Dr. Pollak in 
Wien; - Pergamentmalerei für einen Facher, 18. Jahrh., Eigenthum des Herrn Fellner; 
- Vergolderarbeiten von Johann Welz in Wien; - Sammle, Seidengewebe und Brocate 
europäischer und indischer Fabrication sowie armenische Stickereien aus der Textilsanim- 
lung des Museums; - silberne Uhr mit Filigran, 400 Tage gehend, von F. Homen in 
Cattaro, Geschenk Sr. Mai. des Kaisers; - Damenbibliothek von C. Rudrich in Wien. 
Am 18. Juli ist im Saale Nr. IX eine Ausstellung von Ornamentstichen der 
deutschen Renaissance, sammtlich Eigenthum der Bibliothek und der Kupferstich- 
sammlung des Museums, erötfnet worden. 
(Besuch des Museums.) Die Sammlungen des Museums wurden im Monat Juli 
von 10.927, die Bibliothek von 908 Personen besucht. 
(Das Hermanns-Denkmal im Tentoburger Walde) ist bekanntlich nach man- 
cherlei Abenteuern nun doch fertig geworden. lm Jahre 1838 begann Ernst v. Bandel 
die Arbeiten, und jetzt endlich erhebt sich das gigantische Denkmal der Erhebung der 
Germanen gegen Rom auf dem höchsten Gipfel des Teutoburger Waldes, dem Teutbegäe 
bei Detmold, auch die Grotenburg genannt, ein runder, 92 Fuss hoher, von zehn ma - 
tigen Pfeilern getragener und mit einer Kuppel uberwolbter massiver Bau, welcher der 
aus Kupfer getriebenen Statue l-lermann's als Piedestal dient. Die Höhe der Figur misst 
mit ihrer Standplatte bis zur Spitze des Helmschmuckes 60 Fuss, bis zur emporgestreckten 
rechten Faust o6 Fuss, und bis zur Schwertspitze go Fuss. Das ganze Denkmal, Figur 
und Unterbau zusammen, hat demnach eine Höhe von 182 Fuss und ist mehrere Meilen 
weit in's Land hinein sichtbar. Zur Feier der Vollendung hat der Künstler selbst ein 
Tableau gezeichnet, eine Abbildung des Denkmals und zugleich eine Geschichtstafel, welche 
das Entstehen und Wachsen des deutschen Landes bis zur Gegenwart in den Namen aller 
deutschen Stämme und den gegen aussere Feinde von ihnen geschlagenen Schlachten zur 
Anschauung bringt. "Die leider nöthig gewesenen Streitigkeiten-i, sagt der Künstler, ndlö 
unser Volk im eigenen Hause auszufechten hatte, fehlen in diesem dem Ruhm, der 
Macht und Grosse deutschen Wesens gewidmeten Bilde mit Absichtm - Das Denkblatt 
ist im Verlage von F. A. Brockhaus in Leipzig erschienen. 
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Hiezu ein halber Bogen Beilage, die Fortsetzung des Bibliotheks- 
Kataloges enthaltend. 
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