MAK

Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XI (1876 / 133)

.l.. 
mit weichem Papier und Rehleder gewischt. Dann müssen abermals die 
Aussenlinien mit Seshime-urushi Nr. r gemischt mit Shu Nr. u gezogen 
werden, und die Figuren dann dünner als früher ausgefüllt werden. 
Dann wird erst begonnen mit Gold zu malen. Es gibt zwei Gat- 
tungen Gold Saki-no-kokioku Nr. r und Koban-kokioku Nr. 2; 
so z. B. wenn Blüthen und Blätter gemalt werden, nimmt man für die 
Blüthen Gold Nr. 1 und für die Blätter Gold Nr. 2. Das Gold wird mit 
den Pinseln Nr. 6 oder 7 gemalt und wieder in dem Furo zum Trocknen 
gegeben. 
Dann wieder dünn mit Joshino-urushi Nr. 8 mit dem Pinsel Nr. 3 
gemalt, dann abermals in den Furo gegeben. 
Sodann wird es polirt mit dem Pulver Hiki-to Nr. 20 (Schleif- 
pulver) und Oel und mit dem Tsubaki-surni Nr. 16, welches viereckig 
geschnitten wird, dann werden die Aussenlinien fein mit dem Seshime- 
urushi Nr. r gemischt mit Shu Nr. n mit dem Pinsel Nr. r gezogen, 
und dann das Goldpulver Nr. r oder z darauf gegeben mit dem Pinsel 
Nr. 6, und abermals in dem Furo zum Trocknen gegeben. 
Dann muss es wieder gemalt werden mit Joshino-urushi Nr. 8 wieder 
mit Wolle und weichem Papier gewischt und abermals in den Furo gegeben. 
Dann wird ein wenig Oel darauf gegeben und mit dem Finger und mit 
Hiki-do Nr. 20 polirt, sodann mit Wasser weggewaschen und mit Joshino- 
urushi abermals polirt. 
Für ganz gute Qualität wird Gold Nr. 5 oder 6 Mijin genommen 
statt Nr. r oder z Kokioku; für die allerbeste Qualität jedoch das Gold 
Nr. 7 oder 8 Kafun und zwar werden diese Pulver nicht mit Seshime- 
urushi Nr. x und mit Wolle, sondern mit Lack Nr. 9 Nashi-ji-urushi und 
mit dem Pinsel aufgetragen, und nachdem es in dem Furo getrocknet ist, 
mit Tsubaki-sumi Nr. r6 polirt. 
Fürrganz ordinäre Qualität wird die Goldsorte wKioku-to Nr. 9 
oder rou gebraucht. 
6. Ueber Nashiji. 
(Eine Lackgattung von birnenfarbigem Grund mit Goldiiimmer.) 
Auf den Gegenstand, welcher mit Nashiji Lack zu malen ist, muss 
zuerst Seshime-urushi Nr. l gemischt mit Shu Nr. u und zwar rnit dem 
Pinsel Nr. g oder ro aufgetragen sein. Dann muss darauf das Gold Nr. u 
oder 12 Nashiji gestreut werden und zwar geschieht dies mit einem Bambus- 
Rohr Nr. n, welches mit Seide überzogen ist; nachdem es nun zum 
Trocknen in den Furo gegeben wurde, wird es dünn mit dem Nashiji- 
urushi Nr. 9 mit dem Pinsel Nr. 9 oder ro gemalt und wieder in den 
Furo gegeben. 
Dann wird es gerieben mit Kobokussumi Nr. 17 und der Staub ab- 
gewischt mit weichem Papier. Dann wird es abermals aber dünn bemalt 
mit Nashiji-urushi Nr. 9 und abermals in den Furo gegeben, dann ganz 
leicht mit Koboku-sumi Nr. 17 polirt.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.