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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1877 / 137)

Die unter b) und c) Aufgeführten haben den Nachweis einer genü- 
genden kiinstlerischen Vorbildung zu führen und sind im Falle ihrer 
Zulassung für die Dauer ihres Studiums als Hospitanten an der Kunst- 
gewerbeschule zu inscribiren. 
ä- 4- 
Der Unterricht wird den Schülern während der gewöhnlichen Untere 
richtsstunden mit Ausnahme der Zeit von 5 bis 7 Uhr Abends ertheilt. 
lnsoferne mit diesem Unterricht technische Proceduren im Laboratorium, 
das Einbrennen der Farben, das Aufschmelzen von Email u. dgl. ver- 
bunden werden müssen, hat sich der Docent mit dem Leiter der Versuchs- 
anstalt in's Einvernehmen zu setzen. 
Q. 5. 
Dauer und Erfolg der Studien in der künstlerischen Anwendung 
einzelner Methoden der technischen Chemie werden ordentlichen Schülern 
in ihrem Abgangszeugnisse bestätigt; Hospitanten haben Anspruch auf 
Frequentationszeugnisse. 
ä. 6. 
Der Docent hat die künstlerische Anwendung der Präparate, welche 
von der Versuchsanstalt an die Kunstgewerbeschule geliefert werden, 
praktisch zu erproben; er hat zu diesem Zwecke von dem Leiter der Ver- 
suchsanstalt über die chemische Beschaffenheit und die besonderen Eigen- 
schaften der genannten Präparate die nöthigen Informationen zu empfangen 
und sich behufs der Benützung der Oefen und sonstigen Einrichtungs- 
stücke des Laboratoriums zu dem gedachten Zwecke mit dem Leiter der 
Versuchsanstalt in's Einvernehmen zu setzen. 
ä- 7- 
Von der Direction der Kunstgewerbeschule erhält der Docent alle 
Weisungen {bezüglich der Herstellung und Ausschmückung der von ihm 
oder unter seiner Leitung anzufertigenden Objecte. 
Georg Tinworth. 
Die Doultorfsche keramische Ausstellung auf der Weltausstellung in 
Philadelphia gibt Herrn Prof. F. R euleaux Veranlassung, auf einen 
Künstler aufmerksam zu machen, welcher die leitende Persönlichkeit der 
Terracottaarbeiten in der Doultodschen Fabrik (Lambeth-London) ist. 
Wir theilen aus den wBriefen aus Philadelphiai- (Braunschweig 1877, 
S. 40-47) jene Stellen mit, welche sich auf Dnulton und Georg Tin- 
worth beziehen. Sie lauten: 
Der kunstgewerblichen Richtung gehören drei Gattungen von Doul- 
ton'schen Arbeiten an, die sogenannte Lambethfayence, das gewöhnliche 
Steingut und die Terracotten. Die Lambethfayence erfährt einen leichten, 
den sogenannten liiscuitbrand, ehe sie bemalt wird. Die Bemalung wird
	        

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