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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1889 / 4)

wegs aber eine ungünstige Kritik über das Werk im Ganzen gesagt sein, welches viel- 
mehr unseren vollsten Beifall hat. Wir würden nur wünschen, dass ahnliche Unter- 
nehmungen in allen Gegenden der Monarchie nach demselben Muster gemacht würden, 
denn diese Methode ist vortrefflich, durch sie kann allein eine sichere Kunde von den 
noch so vielfach versteckten Schätzen der Kunst und Kunstindustrie in unseren Ländern 
gewonnen werden. Fast jedes der von Koula dargestellten Objecte gibt Anlass, weitere 
Forschungen nach den darauf befindlichen Wappen, nach der Provenienz, nach dem Enta 
stehungsnrte, nacli Meistern und Marken anzustellen. - ein ungeheures Feld der Thatig. 
keit ist da noch aufzuthun; Dank daher dem verdienstvollen, eifrigen Manne, welcher so 
große Mühe an die Veröffentlichung dieser ganz unbekannten Schätze gewendet hat. 
ll. 
k S 
Sammlung von kunstgewerblichen Objecten, herausgeg. unter Mitwirkung 
der Abtheilung für Kunstgewerbe des niederösterr. Gewerbevereines. 
lnterieurs. Liefg. I, Blatt l-lO. Fol. Wien, A. Schrollöt (10., 1888. 
Die vorliegenden zehn Tafeln des auf fünf Lieferungen zu je zehn Blättern be- 
rechneten Werkes bieten durchwegs Arbeiten von führenden Vertretern der modernsten 
Wiener Möbelindustrie. Diese selbst wird durch die Nebeneinanderstellung folgender 
Zahlen auf's Beste charakterisirt: Reinen Renaissaiicecliarakter finden wir in keinem 
dieser zehn lnterieurs; den allgemeinen Grundton gibt sie blos in einem Falle, in einem 
anderen kommt sie durch den sogenannten spanischen Stil zum Ausdruck. Dagegen 
sind vier Innenräume in Louis XV., drei in Louis XVI. gehalten, und einer gibt sich 
als ganz aparte Specialitat, in einem sogenannten englisch-romanischen Stil. Rgl. 
e 
Recueil des oeuvres de Nicolas Pineau, sculpteur et graveur de la Cour 
du Regent. 24 Taf. Lichtdruck. Paris, Edouard Rouveyre (1888). Fol. 
M. zo. 
in sehr guten Reproductionen nach den in der Biblintheque Nationale zu Paris 
befindlichen Originalblstiern Pineau's (-1- 1754) enthalt diese Publicatioii eine Reihe 
kleiner Zierrnobel, als: Wandspiegel mit Lichtträgern, Wandarrne, Consolen für Stand- 
uhren, Vasen etc., Schmuckschränkchen, Consoletische, Spiegel- und Bilderrahmen, sowie 
eine Anzahl in Applieationsarbeit gedachter Bettstatt-Baldachine. Pineau's Compa- 
sitionen zeichnen sich durch besondere Eleganz der Formen aus und sind hervorragende 
Repräsentanten des Uebergangsstiles von Louis XIV. zu Louis XV. H-e. 
an 
Decorationen und Möbel von der Deutsch-nationalen Kunstgewerbe-Aus- 
Stellung in München i888. Herausgeg. von W. Kick. Vollständig in 
5 Liefgn. zu 4 Taf. Stuttgart, J. Engelliorn, 188g. Fol. a Lfg. M. 3' 50. 
Die Oefen der Deutsch-nationalen Kunstgewerbe-Ausstellung in München 
1888. Nach Auswahl von Prof. Paul Nauman n. Dresden, Gilbers, 188g. 
Fol. M. 25. 
Wie zu erwarten, hat die vorjahrige Deutsch-nationale Kunstgewerbe-Ausstellung 
in München zu verschiedenen Publiciitionen Veranlassung gegeben, deren Zweck fnr die 
Gegenwart dahin geht, die bedeutenderen Objecte jener Ausstellung weiteren Kreisen 
als Muster vorzuführen, und deren Aufgabe für die Zukunft darin bestehen wird, auch 
diese Phase der Entwickelung deutscher Kunstindustrie in anschaulicher Weise dar- 
zustellen. Unter diesen Publieationen nehmen die hier angeführten einen hervorragenden 
Platz ein und dürfte namentlich jene der Oefen in Fabriken von Thonofen sehr will- 
kommen sein. Ob es sich nicht empfohlen hatte, die Möbel einzeln zu reproduciren, 
statt Theile von lnterieurs zu bringen, in welchen das deutliche Erkennen der Form 
und des Details in Folge von perspectivischen Verschiebungen: Verkürzungen und Ueber- 
scbneidungen beeinträchtigt wird, wollen wir nicht entscheiden, da bei der gewählten 
Darstellungsweise auch der Tapezierer seinen Theil erhalt und beliebte Decotations- 
motive findet. - Sowohl die Albertotypien von J. Albert in München als auch die Licht- 
druclte von M. Rommel in Stuttgart genügen billigen Anforderungen, namentlich wenn 
man die mitunter ungünstigen Bedingungen für die photographische Aufnahme dabei in 
Rechnung zieht. i F_!- 
Römische Mosaiken aus Trier! und dessen Umgegend. Gezeichnet und 
erläutert vom Domcapitular J. N. von Wilmowsky. Nach dessen
	        

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