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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1889 / 4)

innigsten Dankbarkeit für Euer Excellenz, unseren hochverehrten Präsi- 
denten, Ausdruck zu geben. 
Ich ergreife auch diese Gelegenheit, um Eurer Excellenz die herz- 
lichsten Glückwünsche zu der hohen Auszeichnung auszusprechen, mit 
welcher Seine Majestät der Kaiser Eure Excellenz zu ehren befunden 
hat, eine Auszeichnung, welche Ehre und Glanz auch auf dieses Haus 
ausgebreitet hat. 
Wir verehren in Ihnen nicht blos den Mann, der seit fünfundzwanzig 
Jahren mit der vollsten I-Iingebung, mit seltener Leutseligkeit und Liebens- 
würdigkeit unsere Verhandlungen geleitet hat, der, immer nur das hohe 
Ziel im Auge behaltend, mit Gerechtigkeit, Liebe, Freundlichkeit, Wohl- 
wollen die Einmüthigkeit unter uns erhalten und gefördert hat; wir ver- 
ehrten und verehren in Ihnen den Mann, welcher von dem erstenAugen- 
blicke, als dieses lnstitut durch die Munif-icenz und Initiative Seiner 
Majestät gegründet wurde, mit dem ihm eigenen Feuereifer bemüht war, 
die künstlerische und geistige Intention dieses Hauses in's praktische 
Leben zu übertragen. 
Eure Excellenz waren stets bedacht, den Samen, der hier ausge- 
streut wurde, in den geeigneten Boden zu versenken, ihn zur Entfaltung 
und Blüthe zu bringen, Sie waren es, der mit dem Feuereifer eines 
Jünglinges in die höchsten und weitesten Kreise das Interesse für das 
Institut getragen hat, wodurch dem Erzeuger die Lust zu schaffen und 
dem Publicum die Lust zu erwerben gewahrt blieb. 
Sie waren jederzeit der liebenswürdigste Vermittler zwischen dem 
Kunstgewerbe und dem Publicum, zwischen Käufer und Verkäufer, und 
Ihre ganze Thätigkeit gereichte zu einem wahren Segen für das Kunst- 
gewerbe und unser Haus. ' 
Um diese großen Verdienste, welche sich Eure Excelleuz um uns 
erwarben, einigermaßen anzuerkennen, beschloss das Curatorium, diese 
Büste, von Meister Tilgner geformt, in diesen Räumen aufzustellen, welche 
auch durch das Bild unseres hohen Protectors die schönste Zierde 
erhalten haben. 
Wir haben die Büste aufgestellt als Zeichen der Verehrung und 
Anerkennung der hohen Verdienste und knüpfen daran die Hoffnung 
und den Wunsch, dass sich in allen Kreisen der Gesellschaft recht viele 
Männer fänden, welche Ihnen nachfolgen, insbesondere aus jenem Kreise, 
welchem Eure Excellenz angehören, und welchem alle anderen Gesell- 
schaftskreise gerne folgen; mögen sich viele Männer finden, welche nicht 
Mühe, nicht materielle Opfer scheuen, um in gleicher Weise wie Sie 
die Interessen des Kunstgewerbes zu fördern. 
Gestatten Sie mir zum Schlusse noch einen Wunsch auszusprechen, 
der gewiss uns Allen vorn ganzen Herzen strömt, dass uns Euer 
Excellenz in Ihrer so ersprießlichen Thätigkeit noch viele, viele Jahre 
erhalten bleiben. Das walte Gottl:
	        

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