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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1889 / 5)

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Bronze etc. Bergmann, Doleyschka, Dziedzinski 8c Hanusch, 
Essler, Grün, K. Haas, Hohmann, Hollenbach, Kellermann, Klein, 
Lustig, Lux, Pawlowski, Protassek, Reitze, Samassa, Schönthaler, Schubert, 
Turbain. 
Uhren. Herz, Klumak. 
Eisen. Baierlein, Biro, Gießerei in Friedland, Gillar, Milde, Nehr, 
Schwarz, Thomann, Wilhelm. 
Goldschmiedekunst. Bacher, Brix 8: Anders, Czokally, Frank, 
Freyler, Friedl, Goldberger, Häusler, Kautsch, Kleeberg, Klinkosch, 
Köchert, Lustig, Mayer, Politzer, Ratzersdorfer, Scheid, Schwanz, 
Sobota, Staniek 8c Kowarzik. 
Graveur- u. Medailleurarbeiten. Kopatschek, S charff, Schwerdt- 
ner, Schwartz, Waschmann, Würbel, Zapf. 
Bildhauerkunst. Klotz, König, Kühne, Moretti, Philipp, Schindler, 
Schrolh. 
Lässt dieses Verzeichniss einzelne Namen vermissen, denen man 
früher auf Ausstellungen stets und gern begegnete, so entschädigen dafür 
das Auftreten so zahlreicher neuer Kräfte, vor Allem auf dem Gebiete 
der Metall- und Holzindustrie, und die selbständige Entwickelung von 
Decorationsweisen, welche damals nur eine untergeordnete Stellung ein- 
nahmen. Manche Schüler oder Gehilfen, welche der Katalog von 187i 
als Mitarbeiter an Ausstellungsdingen aufführt, sind seitdem zu Meistern 
im vollen Sinne geworden. 
Am auffallendsten ist der Unterschied zwischen Einst und Jetzt in 
der Schmelzmalerei. Diese Kunst hatte untergehen müssen in einer Zeit. 
deren Wahlspruch in Sachen der bildenden Kunst lautete: Trockenheit, 
Nüchternheit, Farblosigkeit; und da gefunden worden war, dass Metall 
sich auch rnit Lackfarben coloriren lasse, würde die Emailtechnik über- 
haupt in Vergessenheit gerathen sein, hätte man ihrer nicht für unkl'1nst- 
lerische Zwecke bedurft. Ein reiner Glücksfall war es, dass ein Wiener 
Emailleur, Josef Chadt, jene Periode überlebte und mit seinen praktischen 
Erfahrungen sich an der Wiederbelebung einer Kunst betheiligen konnte, 
in welcher das Abendland im Mittel- und Renaissancealter und der Orient 
zu allen Zeiten so Herrliches geschaffen haben. Nun blüht es in allen 
ihren Zweigen, und zumal die verschiedenen Arten des Maleremails 
sind zu einem hohen Grade der Vervollkommnung gebracht worden. 
ln ähnlicher Weise ist die Blackmalerei, die Kunst des Niellirens, 
von der fabrikmäßigen Tulaarbeit wieder emporgehoben und durch die 
Verbindung mit Goldeinlagen zu einer schönen Besonderheit des Wiener 
Kunstgewerbes ausgebildet worden. 
Der Cameenschnitt zählt nach wie vor einen Vertreter; aber dieser 
Eine hat nun wenigstens Gelegenheit gehabt zu zeigen, was er kann, und 
man darf sich wohl der Hoffnung hingeben, dass die auf Kosten des 
Hoftiteltaxenfonds hergestellte prächtige Schale (47711) allgemein zum 
8.
	        

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