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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 154)

436. 
Diese vier Abtheilungen sind: 
1. Für Schüler, die sich dem kunstgewerblichen Unterricht: vollständig widmen 
wollen (ständige Schüler); 
z. für solche, welche nur an einzelnen, insbesondere an den Abendstunden die 
Schule besuchen; 
3. für solche, welche nach Aneignung der in der ersten Abtheilung erreichbaren 
Kenntnisse in der Anfertigung von zur Ausführung bestimmten kunstgewerblichen Ent- 
würfen sich üben ; 
4. für Zöglinge, welche zu Zeichenlehrern ausgebildet werden. 
Zum Director der Kunstgewerbeschule wurde der bisherige Vorstand der kunst- 
gewerblichen Unterrichtsanstalt an der Grossh. Landes-Gewerbehalle, Professor Kachel, 
ernannt. 
Die Zeiohenauestellung der preuas. Kunstschulen in Berlin ist kürzlich in 
dem Ausstellungsgebaude auf der Museumsinsel eröffnet worden. Dieselbe füllt IÖ Säle 
und erfreut sich eines regen Besuches. 
(Faohausstelluag für das Tapeziargewmbe in Leipzig.) Gleichzeitig mit der 
diesjährigen Wandcrversammlung deutscher Tapezierer wird in Leipzig eine Fachaus- 
srellung für das Tapezierer-Gewerlt, und zwar vom 29. bis 31. Juli, in der Centralhalle 
stattfinden. Dieselbe wird sich über alle im Tapezierer-Gewerbe zum Verbrauch kom- 
menden Rohmaterialien, Geräthe, Werkzeuge, Hilfsmittel, Stoffe, Tapeten, Vorbilder etc. 
verbreiten. (Kunst und Gewerbe.) 
(Alte Friese.) Ein culturhistorisch interessanter Fund ist kürzlich in St. Gallen 
gemacht worden. Beim Abbruche eines alten Gebäudes wurde unter einer Gypsdecke ein 
Plafond gefunden, welcher mit Friesen von höchst inieressauter und reicher gothischer 
Sculpturarbeit verbunden war. Diese Friese, deren Gesammtßächeninhalt 13x Quadratfuss 
beträgt, sind aus Lärchenholz und stammen, wie aus den vielen Inschriften und dem 
Style zu entnehmen ist, aus dem Ende des I5. oder Anfange des 16. Jahrhunderts. Die 
Schnitzerei stellt interessante lnschriften, verschiedene Thiere, Menschen und Teufel der. 
(W. Abdp.) 
Concursausschreibung. 
An der Kunstgewerheschule des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und Industrie 
in Wien sind drei Assistentenstellen rnit einer jährlichen Remuneration von je 500 6. 0. W. 
für die Dauer der Schuljahre !878[79 und l579l30 zu besetzen, und zwar: 
a) an dem Zeichen]ehrer-Bildungscurse, 
b) an der Vorbereilungsschule, Ablheilung für Ggurales Zeichnen, 
c) an der Vorbereitungsschule, Abtheilung für ornameetnles Zeichnen. 
Bewerbungen, welchen ein curriculum vitaz und der Nachweis einer akademisch- 
künstlerischen Bildung durch Zeugnisse und Arbeiten, ferner einer entsprechenden all- 
gemein wissenschaftlichen Bildung - ad a) ausserdem der Nachweis einer angemessenen 
pädagogischen Erfahrung beigegeben sein müssen, sind innerhalb vier Wochen vorn 
Tage der Ausschreibhng, 15. Juni, 
an den Autsiohtsrath der Knnstgewerbeaohule, Wien, 
Oesterr. Museum, Stubenring 5, 
zu richten. 
Hierzu eine Beilage: 
Die heraldisch-geneaIog-sphragist. Ausstellung des Vereines nAdlen in Wien. (Schluss) 
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