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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1877 / 136)

88.394 Mark, Baiern mit 71.567 Mark, Sachsen mit 16.814 Mark u. s. w. 
Nach den 'einzelnen österreichischen lndustriezweigen vertheilte sich der 
Gesamtnterlös folgender-nassen: Metallwaaren 66.690 Mark; Stein, Thon, 
Glas und Email 55.383 Mark; Galanterien 17.621 Mark; Holzarbeiten, 
Möbel, Tapezierarbeiten 11.551 Mark; Schülerarbeiten 5431 Mark; Textil- 
objecte 5250 Mark, vervielfältigende Kunst 1725 Mark. - Ausgestellte 
Kunstwerke wurden für den Betrag von 141.054 Mark verkauft, und zwar 
aus Baiern 88.364 Mark, aus Oesterreich 29.490 Mark, aus Preussen 
17.400 Mark u. s. w. Alterthümer wurden nur aus Baiern verkauft für 
14.234 Mark. Die durch den Verkauf in allen Abtheilungen zusammen 
erzielte Summe betrug 519.810 Mark; auch hiervon entfiel der grösste 
Theil - 193.141 Mark -- auf Oesterreich, 174.165 Mark auf Baiern, 
105.794 Mark auf Preussen. 
(Weltausstellung in Paris.) ln der vertraulichen Sitzung des Ge- 
meinderathes der Stadt Wien am 27. December vor. J., während 
welcher der Vice-Bürgermeister Dr. Ritter v. Newald den Vorsitz führte, 
beantragte Matzenauer Namens der RathhausbauvCommission, um den 
Wiener Kunstindustriellen, welche bei dem Rathhausbaue beschäftigt sind, 
die Betheiligung an der im Jahre 1878 stattfindenden Pariser Weltaus- 
stellung zu erleichtern, im Falle die Betheiligung Oesterreichs an dieser 
Ausstellung sichergestellt werden sollte, einige hervorragende Kunstobjecte, 
welche zur Ausschmückung des Wiener Rathhauses dienen werden, schon 
ietzt in Arbeit zu geben, um dadurch den betreffenden Industriellen es 
möglich zu machen, diese Gegenstände der Wiener Kunstindustrie in 
Paris zur Ausstellung bringen zu können. Diese Gegenstände werden im 
Einvernehmen mit dem Architekten in der kürzesten Zeit bezeichnet wer- 
den. Der Gemeinderath hat diesen Antrag einstimmig angenommen. 
(Preisausschreiben) Der Niederösterreichische Gewerbeverein hat 
mehrere Preise ausgeschrieben, und zwar einen Preis von 1oo H. für die beste Art einer 
den französischen Bronzen ähnlichen Bronzirung (Patinirung) von grüner oder brauner 
Färbung, in der Anwendung auf echte Bronzegegenstande; dann zwei Preise von Go H. 
und 40 H. in Silber für die besten Entwürfe eines Strassen-Candelabers; dann drei 
Preise für Manufacturzeichnergehilfen von 50 H.. 30 H. und zo H. in Silber für die beste 
Leistung in carta rigata zur Ausführung in beliebigem Material; drei Preise und zwar 
von 50 H. für die beste Ausführung einer Ledermappe in beliebiger Grüsse mit reicher 
Vergoldung aus freier Hand, von o H. für den schonsten Einband eines Buches und 
von zo H. für eine Collection der besten gebundenen Bücher in Halbfranzband; 
endlich einen Preis von So ll. in Silber für die beste Mobelpolsterung mit der zuge- 
hörigen Fenslerdecnration. Der Einscndungstermin für Gegenstände dieser Preisbewerbung 
endet mit dem 15. März 1877. 
Das grossherzogl. badische Handelsministerium hat für Entwürfe von Ge- 
häusen für Schwarzwalder Wand- und Standuhren eine Preisbewerbung er- 
öffnet. für welche Preise im Gesammtbetrage von 1200 Mark ausgesetzt werden. Die Ent- 
würfe sind bis längstens 1. März 1877 bei der grossh. Landesgewerbehalle in Karlsruhe 
portofrei einzureichen, welche auch über die näheren Bedingungen auf portofreie Anfragen 
Auskunft ertheilt. 
Das Programm dieses Preisausschreibens enthält die nachfolgenden Bestimmungen. 
l. Die Ausführung der Entwürfe soll ohne unverhältnissmassigen Kostenaufwand 
erfolgen können. - ll. Hinsichtlich der Formen, Masse und Preise gelten folgende Be- 
Stimmungen: 
A. Für Gehäuse von Wanduhren. l. Für Regulateure. 1. Für Kästen mit Holz- 
schnitzwerk: a) für eine Uhr mit einem Zifferblatt-Durchmesser von 19 Ctm. und einem 
Abstande von 52 Ctm. zwischen Mittelpunkt des ZiHerblattes und dem der Pendelscheibe 
ein Preis von 150 Mark; b) für eine Uhr mit Zifferblatt-Durchmesser von 13'5 Ctm. und 
einem Abstand von 3a Ctm. zwischen Mittelpunkt des Zilierblattes und dem der Pendel- 
scheibe ein Preis von 150 Mark; c) für eine Uhr mit Zifferblatt-Durchmesser von g'5 Ctm. 
und einem Abstand von 21 Ctm. zwischen Mittelpunkt des Zifferblattes und dem der 
Pendelscheibe ein Preis von 1oo Mark. 2. Für Kasten ohne Holzchnitzwerk; für Uhren
	        

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