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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVI (1881 / 189)

Die Anforderung, welche heute bereits an jene Schule gestellt wird, 
erhellt aus den Frequenzzißern des Schuljahres 1879180. Die Schüler- 
zahl betrug: 
lm Zeichnen . . . . . . . . . . 49 
in der Weberei . . . . . . . . . 30 
in der Fortbildungsschule u. zw. 
a) im Zeichnen Sonntags . . . . . 110 
w u Montags . '. . . . 117 
b) in der Weberei Sonntags . . . . 47 
n w w Montags . . . . . 38 
zusammen 391 . 
Diese Schule, deren Nutzen und Wichtigkeit wohl nicht weiter zu 
erörtern nothwendig ist, braucht sowohl die Sicherung ihres Bestandes 
als auch einen namhaften Beitrag zu ihrer dermaligen Einrichtung. Die 
erbetenen Summen erscheinen im Vergleiche mit dem, was für ähnliche 
Anstalten des Auslandes geleistet wird, auf das bescheidenste Maß reducirt. 
Man darf wohl hoffen, dass durch die in sicherer Aussicht stehende 
Theilnahme der Textil-Industriellen eine weitere Vervollkommnung der 
Schule erreicht werden wird. Bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge 
darf man sich nicht wundern, wenn die Industriellen, an dem guten 
Erfolg des Unterrichtes an der Webeschule zweifelnd, derselben mora- 
lische und materielle Unterstützung versagen. 
Das gefertigte Curatorium erlaubt sich daher für die unumgänglich 
nothwendigen Erfordernisse einzutreten, und die in der Beilage nach- 
gewiesenen, von der niederösterr. Gewerbeschul-Commission nach ge- 
wissenhafter Prüfung aufgestellten Ziffern dahin zu recapituliren, dass 
sich wohl der Betrag für die erste Einrichtung der Schule auf 32.700 H. 
beziffert, dass derselbe sich aber durch die bereits gesicherte Beitrags- 
leistung der Commune Wien um 11.500 H. ermäßigt, so dass die ein- 
für allemal erforderliche Summe auf 21.200 fl. herabsinkt. Die jährliche 
Erhaltung der Schule würde 14.400 H. erfordern, welche nachiBerücksich- 
tigung der bis heute geleisteten Subvention einem jährlichen Mehrerfor- 
dernisse von 12.900 H. gleichkärne. Dass die Sicherung dieses Mehrerfor- 
dernisses eine wahrhaft productive und im wohlerwogenen Interesse der 
wirthschaftlichen Entwicklung des Landes gelegene Auslage wäre, dürfte 
nach dem in dieser Eingabe geführten Nachweise der Wichtigkeit der 
Textilindustrie keiner eingehenderen Begründung mehr bedürfen. 
Das Curatorium des Museums erlaubt sich daher an das hohe Ab- 
geordnetenhaus die dringendste Bitte zu richten, dasselbe wolle die hohe 
Regierung auffordern, dass unverweilt die Forderung nach einem Nach- 
tragscredit pro 1881 gestellt werde, u. zw.
	        

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