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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 196)

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Aus Genua finden wir einen hieher gehörigen Krug (Sehr. 3-3, Nr. 36) 
mit dem Leuduthurm als Marke w), bemalt in Blau auf weißem Grunde. 
Zwei weitere Stücke in chinesischem Genre, in welches sich, wie so häufig, 
Rococo-Ornament mischt, sind eine Schüssel (Sehr. 33, Nr. 4), angeblich 
aus Nove, und eine Kanne mit Henkel und Ausgussrohr (Sehr. 3x, Nr. 45) 
mit der Marke g in Blau, die, wie es scheint, bisher unbekannt ist. 
Hieher gehörige Abbildungen finden wir bei Ris-Paquot"). und zwar 
inl. x76 einen Teller und eine Schüssel aus Nove, pl. E82 zwei kleine 
Teller aus Mailand, pl. 183 solche aus Savbna. ' ' 
(Fortsetzung folgt.) 
Ausstellung in Triest. 
Das Zustandekommen der zur Feier der fünfhundertjährigen Zu- 
gehörigkeit Triests zu Oesterreich in der genannten Stadt im laufenden 
Jahre zu veranstaltenden v-Oesterreichisch-ungarischen Industrie- und land- 
wirthschaftlichen Ausstellung-l ist durch die unermüdliche und umsichtige 
Thätigkeit des mit der Durchführung des Planes betrauten Ausschusses 
gesichert. Bereits ist ein Platz ausfindig gemacht (was bei den Triester 
Terrainverhältnissen vielleicht-der schwierigste Theil der Gesammtaufgabe 
war), auf welche-m die Ausstellung unter Verfügung über genügende 
Räumlichkeiten in passender Weise errichtet werden kann. Er liegt am 
Meeresufer längs des Spazierganges von SL-Andrea, gegen die Bucht von 
Muggia zu. Durch Benützung des vorhandenen Terrains und durch die 
sofortige Vornahme von Anschüttungsarbeiten, welche die Gemeinde unter 
gewöhnlichen Verhältnissen erst im Laufe vieler Jahre vollenden würde, 
wird daselbst ein Raum von 60.000 Quadratmetern für Ausstellungszwecke 
verfügbar sein. Auf diesem werden schöne, der herrlichen Lage würdige 
Baulichkeiten mit einem bedeckten Flächenraume von ungefähr 25.000 
Quadratmetern hergestellt werden. Außer dem, dass hierdurch genügender 
Raum geschaffen wird, bietet diese von dem Executiv-Comite angenom- 
mene ldee noch den großen Vortheil, dass die Ausstellung durch ihre 
Lage einen landschaftlichen Reiz erhält, wie ihn wohl keine der bisherigen 
größeren Ausstellungen in gleichem Maße zu bieten vermochte. Während 
sich die Baulichkeiten auf der einen Seite an die aufsteigenden Pro- 
rnenadewege mit ihren schattigen Baumgängen lehnen, breitet sich vor 
ihnen die See aus mit dem wunderbaren Ausblicke rechts gegen Mira- 
mare und Duino, links in die reizende Bucht von Muggia. Ein in nächster 
Nähe zur Verfügung stehendes Seebad-Etablissement wird wesentlich dazu 
") Siehe Chafers p. 18;_ 
") Hist. gen. de 1a Fayencc etc.
	        

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