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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 196)

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lV. Verkehr der Anstalt mit Industriellen, Künstlern und Privaten. 
Die rege Inanspruchnahme der Anstalt um Auskünfte und Unter- 
weisungen sowie Besprechungen im Interesse der Industrie machten für 
den ergebenst Gefertigten eine Fixirung von Sprechstunden von ii bis iUhr 
unabweislich; die von ihm nach flüchtiger Skizzirung erhaltene Zahl von 
nahe an zoo Besuchen möge die ausgiebige Ausnützung dieser Einrichtung 
von Seite" Industrieller, Künstler und Privater kennzeichnen. Die Menge 
von Besuchern, die sich hier zugesellten und die, vom Interesse für die 
Anstalt geführt, Anschauung und Belehrung über die Arbeiten und Ein- 
richtungen der Anstalt suchten, theilweise zur Ausnützung bei der Eins 
richtung von Privat-Laboratorien für keramische Zwecke, ebenso für 
ähnliche staatliche Anstalten bedingten ldie volle Inanspruchnahme des 
ergebenst Gefertigten für die festgesetzte Sprechzeit. Derselbe unterzieht 
sich dieser Aufgabe gerne und mit größter Bereitwilligkeit, da dadurch 
einerseits das Interesse für die Anstalt in weitere Kreise geführt wird, 
anderseits ein derartiger directer Verkehr nur äußerst förderlich für die 
Ziele der Anstalt sein muss. 
Es zeichnet sich einem hohen k. k. Ministerium für Cultus und 
Unterricht 
ehrfurchtsvoll ergeben 
' F. Kosch, 
Regwkath und Leiter der chem.-techn.Versuchsanstalt 
des k. k. Oesterr. Museums. 
Wien, den 5. December 188i. 
Rheinische Glashütten-Actien-Gesellschaft in Ehrenfeld 
bei Köln. 
Aus genanntem Etablissement hat das Oesterr. Museum durch Ver- 
mittlung eines der Herren Curatoren in jüngster Zeit eine Collection 
moderner Gläser erworben, welche in technischer und artistischer Beziehung 
einen bedeutenden Fortschritt der Glasindustrie in Deutschland bekunden. 
In dem kurzen Zeitraume von zwei Jahren ist es der Ehrenfelder Glas- 
hütte gelungen, mit ihren kunstgewerblichen Erzeugnissen nicht allein in 
weiten Kreisen Anerkennung zu finden, sondern auch im verflossenen 
Jahre in Düsseldorf die silberne Staatsmedaille und heuer von Seite des 
Nürnberger Gewerbemuseums die goldene König Ludwigs-Medaille zu 
erringen. Diesen Erzeugnissen stehen aber unzweifelhaft noch viel größere 
Erfolge bevor, denn sie übertreifen nach jeder Richtung das, was die 
moderne Glasirfdustrie bisher in Deutschland geleistet hat. Form, Farbe 
und technische Durchführung sind mit seltenem Verständniss zu glück- 
licher Gesammtwirkung vereinigt, und einzelne Objecte bekunden echtes
	        

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