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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 196)

Der nstants-Anzeigeru für Württemberg vorn 20. November v. J. enthielt über dasselbe 
folgende Notiz: Das Diplom ist von Hermann Herdtle, Professor an der Kunstgewerbe- 
schule in Wien, entworfen und ausgeführt. Dasselbe dient als Urkunde für alle von dem 
Preisgericht der Ausstellung zuerkannten Auszeichnungen. Der Text desselben ist in 
Renaisssnceschrift mit farbigen Initialen und theilweise auf Goldgrund geschrieben. Die 
Umrahmung bilden zwei horizontale Friese und zwei Verticalleisten. Der obere tigürliche 
Fries, welcher in drei Kindergruppen die Hauptabtheilungen der Ausstellung: Gewerbe, 
Kunst und Landwirthschaft zur Anschauung bringt, ist von Herrn G. Sturm jun. in 
Wien ausgeführt. Der untere horizontale Fries ist in drei Felder getheilt, deren mittleres 
das württembergische und deren beide äußere die Wappen des Fürstenthums Hohen- 
zollern und der Stadt Stuttgart enthalten. Die beiden Verticalleisten sind ornsmental 
gehalten. die breitere links enthält ein Kreisfeld, in welches das auf der Medaille ent- 
haltene Bildniss Sr. Mai. des Königs in Stempeldruck und je in der Farbe der verliehenen 
Auszeichnung, Gold, Silber oder Bronze, beziehungsweise die Inschrift: i-Oeffentliche 
Belebung-t eingefügt wird. Das Diplom ist ein Gedenkblatt von hohem künstlerischen 
Werth. An die Pergamente und Miniaturen des fünfzehnten und sechszehnten Jahr- 
hunderts sich haltend, hat Prof. Herdtle mit wohlberechneter Beschränkung des Figur- 
lichen nichts als die Verzierung einer Urkunde geben wollen. Diese seine Aufgabe aber 
hnt der Künstler in einer Weise gelöst, dass wir seine Arbeit den schönsten und edelsten 
iener alten Vorbilder, in deren Styl sie gehalten ist, an die Seite stellen dürfen. Die 
Reproduction der bildlichen Umrahmung geschah in Lichtdruck durch die Anstalt von 
Martin Rommel in Stuttgart in vorzüglicher Ausführung; der Farbdruck der Schrift ist 
dem Lithographen Hopphahn übertragen. 
Verlag von Ernst ä Korn in Berlin. 
Soeben erschien: 
Die Glasmalerei 
des 
Mittelalters und der Renaissance. 
lm Abriss dargestellt von 
G. Schäfer, 
Docent an der technischen Hochschule. 
Mit a: Holzschnitten nach Zeichnungen des Verfassers. gr. 8'. 
Preis 2 Mark So Pfg. ' 
Das Kunstbuch 
des 
Peter Flötnor, Zeichners, Bildhauers und Formschneiders von Nürnberg, 
gestorben im Jahre 1546. 
Enthält 40 Blätter mit allerlei Zierrat für Malerei, eingelegte, lauschirte und geätzte Arbeit. 
Nach den Originalen im Besitz der König]. Preuß. Kunstsammlungen herausgegeben und 
getreu dem nim Jahre 154g zu Zürych by Rudolf Wyssenbach, Formschnyder, gedrucktemw 
Werke photolithogr. nachgebildet. 
4a Tafeln auf geschüpftem Papier, hoch-ß, eleg. br. in farbigem, goldbedr. Umschlag. 
Preis I0 Mark. 
Berlin. Bud. Schulter, Kunstverlag. 
Selbmerhg des k. k. Oeotm. Museums üir Kunst und Industrie. 
Buuhümekerd vun Cnrl nennen an. m wm.
	        

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