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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 200)

III 
Künstler, welche sich diesmal als leistungsfähig erwiesen haben, mit 
Ankäufen oder mit Aufträgen auszeichnen. 
Ob unsere Kunstfreunde sehr geneigt sein werden, diesem Wunsche 
zu entsprechen, hängt größtentheils von den Künstlern selbst ab. Denn 
die Ersteren haben von den Künstlern manche Enttäuschungen erfahren. 
Hat sich doch herausgestellt, dass trotzdem die Künstlergenossenschaft 
bereits vor Einem Jahre gewusst hat, dass die Ausstellung stattlinden 
werde, sie nicht dafür gesorgt hat, dass genug gute Bilder vorbereitet 
werden. Die Ungleichmäßigkeit der Preise bei ollenbar ganz gleichwerthigen 
Bildern bildet eine weitere Klage unserer Amateure. 
Die Zahl der Kunstwerke aber, welche in der internationalen Aus- 
stellung exponirt sind, ist eine sehr große. Es sind auf dieser Ausstellung 
866 Künstler mit 1305 Kunstwerken vertreten. Nach den Hauptgruppen 
für Malerei, Architektur und Sculptur vertheilen sich dieselben in folv 
gender Weise: 622 Maler mit 862 Werken, 14 Architekten mit 36 Werken, 
127 Bildhauer mit 207 Werken; die graphischen Künste sind durch 103 
Künstler mit 200 Werken vertreten, im Ganzen eine respectable Anzahl, 
wobei man noch berücksichtigen muss, dass zur Ausstellung nur jene 
Kunstwerke zugelassen wurden, welche seit der Weltausstellung 1873 
entstanden sind. R. v. E. 
Die tiroler Glasmalerei 1877-1881. 
Von Dr. Alb. Jele. 
(Fortsetzung) 
Das Jahr 
'1880. 
mit das denkwlirdigste seit dem Bestande der Tiroler Glasmalerei durch 
die Etablirung der Firma in Wien in dem eigens dafür angekauften Hause, 
blieb in der Leistungsgröße trotz unverdrossener Arbeit weit hinter dem 
Vorjahre zurück. Es wurden von den Gesellschaftern Opfer gebracht, die 
nur die Basis einer günstigen Vorperiode und das hoffnungsvolle Vertrauen 
in eine lohnendere Zukunft gestattete. 
Eine Constellation lässt sich nicht erzwingen; sie verschlimmert sich 
meist da, wo man günstigere Chancen braucht, und verbindet sich in 
wohlwollendster Weise oft mit anderen schon günstig bestehenden Con- 
juncturen. 
Wir führen aus den Arbeiten dieses Jahres namentlich auf: 
Die von Musikdirector Proksch mit Frau gestifteten zwei Renaissance- 
fcnster für die Decanalkirche in Carlsbad: Herz Jesu und Mariä, um- 
geben von reichsten Festonsrahmen; die Musikchorfenster der Pfarre zu 
lunsb ruck; die Fortsetzung der Hochchorfenster des Dorns zu Münster.
	        

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