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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 200)

schaffen, selbst als Stifter "voran und gewann bereite Freunde zur Durch- 
führung der übrigen, die-in rascherlFolge Hie-Ausstattung vollendeten. 
1'! 1 Wir schließen hier wohbam pässendsten "den Auftrag des Grafen 
Pejäbsevich an; die Gruftcajyelle des erleuchten Hauses iinifNasie (ßSlavoa 
nien) mit edleren decoratiwietiTFenstern "zu besetzen, theils Wappenunter 
zarfgegliederten "gothischen? Baldaehinen; Vitheils Teppidltiein Handwerks- 
Motiüen, in welchen? Symbole" des "Todes "und der Auferstehung eingelegt 
wären": "' . . 1 -- f." '.7: ,  .-. ' .'v „e Z 
_' 4: Eine ganze Reihe" von Fenstern, darunter rnehrere Egurale; gelangte 
für die Kirche zu "M arzinecz in Ausführungfdie" durch die "klaren und 
"gefälligen architektonischen Gedanken besonders"arizlehendwirliteni 
_ Für die Kirche vzu IIBierzanowV (Galizien) bestellte Pfarrer Kufel die 
Geheimnisse des Rosenkranzes in romanischenyMedailloitsfenstern; für den 
noni" in Prag erfolgte dieses Jahr das vorn Grafeniwaldsteinvgestiftete 
Fenster, enthaltend vdie Fußwaschungu und die" beiden vEinizelfilguren 
St. Ädalbert {und StJWenzel, nach den Entivvürfen undiCartons des 
Dornbauirieisters. Mocker und "Prof. Sequensi ' ' i? " ' 1 {V  f 
Von größteiVTragweiteabeir war fürdie Tiroler Glasmalerei, für 
Mutter wie Tochter," die Verleihung ' desvon. Baron "Pächnyei" in den 
St.rSfefimsdbmqgestifteten"Fensters iwKrönimgiMariensn, "wozu die Maler 
Jöbst Skizze und Cartonsgellefertf In wohlthuieridsiter Weisehiächt sich 
darin der ieehteiißlascharakter deriGlasmalerei geltend," die mildert: und 
latenter; lebendig funkelt 'a'us "aller Harmonie feingestimmter Töne. Die 
Durchbildung der mächtigen Gruppe war eine Meisterleistung Niederkoflers, 
der weit über das gewöhnliche Maß tüchtiger, aber nur treu copirender 
Glasmaler hinausragt. 
Endlich haben wir noch einiger ansehnlicher Arbeiten nach dem 
Auslande zu gedenken, soweit selbe nicht als Fortsetzung älterer bereits 
genannt sind. 
Sämmtliche Fenster für die Missionskirche zu Riesenburg, eine 
Stiftung des Bischofs von Ermeland; das Weihnachtsfenster der ganz mit 
Glasmalereien besetzten Kirche zu Telgte in Westfalen; der Kreuzweg 
nach Prof. Klein für den Capellenkranz des Santo in _Padua in vierzehn 
Glasgemäfden; mehrere Figuralfenster fürdie Kathedrale iron Saivannah 
(Georgien, V. St.),' darunter das eine Transeptfenster mit dern Kreuzes- 
rode Christi, einer Gruppe; deren colossale Größe in der Giasrrialerei ganz 
bbfremdend, aber keineswegs unschön! wirkt. ln den äußeren Aßyseiten 
begleiten Profeten das Bild ihrer Weissagung, während das Couronnement 
dieTrauer des Himmels und der Natur inisymbolischer Weise darstellt. 
Entwurf und Cartons dazu hat der ArchitekrderAnstalt, Herr Josef-Sähmid, 
und Prdf. Jele geliefert. Die überaus günstige Aufnahme; welche dieses gran- 
diose Fenster namentlich beim Bischofe Gross fand, Neranlasste neue Auf- 
träge für dieselbe Kathedrale, welchen wir 1881 "begegnen xixerdenu
	        

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