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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 200)

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aufgenommen und chemisch gebunden, wodurch in den meisten Fällen 
ein wesentlicher Schritt zur Verwitterung gemacht wird. 
3. .50 zeigtemlwlluroqher, dass wasserfreie Silicate, welche er vier 
Jahre unter geiner Glocke an feuchter Luft liegen ließ, und zwar 
namentlich der Eeldspath unddas Magneteisen, unter diesen Umständen 
Wasser in der; Ihat, chemisch gebunden hatten und Berzelius analysirte 
den i_r_rneren und äußeren Theil eines alten Messers aus Feuerstein, welcher 
sichan, der Oberfläche verändert hatte, und fand, dass während der 
innere Theil 4.5174, pCt, Kalk und V34 pCt. Kali enthielt, der äußere nur 
37a pCt. Kalk und uEbFDSOVlBl Kali aufwies, woraus geschlossen werden 
rriuss, dass dergKalk durch einen Lösungsprocess entfernt worden war. 
Gesteine, welcheaus verschiedenen Mineralien bestehen, wie Granit, 
lforphxr, Gneis oder Syenit. sind der zerstörenden Wirkung des Wassers 
darum Iin heryorragender Weise ausgesetzt, weil einer ihrer Bestandtheile 
d_e Ygerwitterunlg  ) ausgesetzt ist als der andere, welcher somit leichter 
heraus fallen kann, wodurch das ganze Gestein der Zerstörung entgegen 
gehltnzAuch kann  er leichter in jene die einzelnen Bestandtheile tren- 
nfeindtelrnuZwischenräumeheindringen und deren Gefüge, etwa durch Frost, 
lockern. 
V _ _Die Hauptfactorerirdieser weiteren Zersetzung, des Verwitterns, näma 
 Vdie Kohlensäure und der Sauerstoff sind überall in der Atmo- 
 ire enthalten',l_}ii"n_d izwar die erste in der Menge von etwa o'o4 pCL, 
de. "letzte rü d  der atmosphärischen Luft darstellend, allein da "diese 
Äigientien ZUYIICISi-i" in: wässeriger Lösung wirken, so muss darauf auf- 
merksam gemacht werden, dass sie in sehr ungleicher Menge in der 
Luft und in den Gewässern vertheilt sind, wie die folgende Tabelle 
zeigt, welche Aufschluss gibt über das Mengenverhältniss, in welchem 
diese beiden Gase in der Atmosphäre, dem Regenwasser und dem Meer- 
wasser im freien Zustande vorhanden sind, wobei die Kohlensäure als 
Einheit gesetzt wurde: 
  
 
 
Kohlen- Sauer- 
 
sl-iure storl 
Atmosphäre . . . . . . . . . . . . . r 1 525 
t Regenwasser . . . . . . . . . . . . l : 19 
Meerwasser, Oberfläche . . . 1 1 078 
„ _.- n J tiefere Schicht I : 048 Z 
1 . eetwa -, 389 Fuß tief . . . . . . l 1 o'57 
1, ,. .: . 41-12243 v w . . . . .. i : o'i4 
Fassen-wir ,nuu ganz speciell die Veränderung in's Auge, welche der 
Marmprherleidet" sohnüssen wir ihn zunächst scharf von apdereniGe- 
steiaen Qrennen. und; :mit_ dem Namen Marmor (von marmapeox, 
glänzend, schimmernd)- jenes hauptsächlich aus kohlensaurem Kalk 
bestehende Miueralhbezeichneu, welches fest, weiss oder schön gefärbt und 
' ahig ist, dessen Körner ohngefähr gleich groß sind und ein; festes 

	        

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