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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 207)

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y a quelques annees encore, de Horissants marches pour notre co mrnerce 
d' exportation, non-seulment ne nous deiuandent plus de produits, ils les 
fabriquent eux-memes, mais ils viennent nous faire concurrence chez nous". 
Unter jenen Industrien, welche der französischen Concurrenz machen, 
wird besonders auch die Wiener und böhmische Industrie erwähnt, über 
welche sich der Bericht folgendermaßen aussprichtmLfi n d u stric v i e n n ois e 
s'est creee une veritable reputation de goüt et d'originalite pour ses 
bronzes, fantaisie, ses petits bronzes, ses articles en bois, sa maroqui- 
nerie, ses e'ventails, sa bijouterie et ses articles en acier qui s'y fabriquent 
bien et a bas prix il existe egalement de grandes manufactures de 
toiles, üanelles et draps. La Bohöme produit a des prix d'un bon 
marche extraordinaire, les verreries, les perles verre et cire et un certain 
genre de bijouteriem Wir bemerken aber, dass wir diese Anerkennung 
mit aller Bescheidenheit und aller Reserve aufnehmen, und nicht auf- 
hören werden, die heimische Kunstindustrie zu heben und unsere rührigen 
Rivalen an der Seine und Spree mit aufmerksamem Auge zu verfolgen. 
Als Hauptgefahr für Frankreich erklärt das Syndicat der Comissionaire 
den Aufschwung der deutschen und der italienischen Industrie. Die 
Eröffnung der Gotthardbahn hat die Wechselbeziehungen Deutschlands 
und Italiens gekräftigt, während zu gleicher Zeit der französische Handel 
nach Amerika im Rückgange begriffen ist. Wir verzichten darauf, die De- 
tails des Vach0n'schen Berichtes zu bringen, und werden der niederöster- 
reichischen Handelskammer und dem Gewerbeverein empfehlen, diesen Be- 
richt mit kritischem Auge zu betrachten. 
Viel wichtiger aber als die Daten, welche der Bericht bringt, sind 
die R eformvorschläge, welche Herr Vachon in Antrag bringt, um die 
französische Kunstproduction zu heben. Dieselben gipfeln in folgenden 
Punkten: 
l. Entwicklung der Transportmittel und Herabsetzung der Tarife; 
2. Verbesserung der Werkzeuge und Vergrößerung der Hafen; 
3. Vermehrung der I-Iandelsmarine; 
4.. Handelsverfräge auf der liberalsten Grundlage; 
5. Gründung von französischen Handelskammern im Aus- 
lande; 
6. Schutz für französische Marken und geistiges, indu- 
strielles und künstlerisches Eigenthum; 
6. Vollständig freie Einfuhr für die Rohmaterialien, welche für die 
französische Industrie nöthig sind; 
7. Reform des Consulatswesens; 
8. Hebung des gewerblichen und commerciellen Unterrichtes, spe- 
ciell Gründung höherer I-Iandelsschulen in Marseille, Rouen, Bordeaux 
und Paris; 
9. Erleichterung aller Abgaben, welche die französische Industrie 
und den Handel zu sehr beschweren, und endlich
	        

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