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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 214)

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KUNST UND INDUSTRIE. 
(Monatschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) 
Am i. eines ieden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr H. 4.- 
Redacteur Edunrd Ohmelarz. Expediiion von C. Gerold": Sohn. 
Man abonnin im Museum, bei Gerold 61 Comp., durch die Posmnstalten. sowie durch 
alle Buch- und Kunsthandlungen. 
Nr. 214 H M wiENÄ -. Juuiiäßß. xvnlfjahrg. 
  
Inhalt: Ueber Handfenigkeitsunterricht. Von R. v. E. - Ausstellung kunsliuduslrieller Obiecte uns 
Japan. - Katalog der Theodor Graflcheu Funde in Aegypten. Von Dr. J. Klnhacek, (Form) 
- Literalurbericht. - Kleiner: Mittheilungen. 
Ueber den Handfertigkeitsunterricht. 
Die Frage der Einführung des Handfertigkeitsunterrichtes in der 
Volksschule beschäftigt unsere deutschen Nachbarn; was bei denselben 
vorgeht, berührt die Interessen unserer Arbeiterkreise und nimmt unsere 
Aufmerksamkeit in Anspruch da die Durchführung des Handfertigkeits- 
unterrichtes in Oesterreich, eine oiTene Frage ist. Zwar hat sich Graf 
R. v. Belcredi in der jüngsten Session des Herrenhauses über die deut- 
schen Bemühungen, den Arbeitsunterricht einzuführen, in sehr anerken- 
nender Weise ausgesprochen, aber es ist in das neue Volksschulgesetz 
nicht Ein Paragraph eingefügt worden, welcher dem Bedürfnisse der 
Arbeiter nach Einführung des Handfertigkeitunterrichtes entsprechen 
würde. Wie wichtig aber derselbe ist, speciell für Wien, Prag, Brünn, 
Lemberg und andere Städte, in welchen eine große Arbeiterbevölkerung 
lebt, geben die statistischen Nachweise mehr als genügenden Aufschluss. 
So leben z. B. in Hernals 63.915, in Ottakring 63.074, in Währing 
67.556 und in Sechshaus 127.066 Einwohner, welche zumeist der arbei- 
tenden Classe angehören, ohne dass in diesen Orten Gewerbeschulen 
oder gewerbliche Fortbildungsschulen existiren, ohne dass auch nur ein 
Versuch gemacht worden wäre, in den Volksschulen den Handfertig- 
keitsunterricht einzuführen, wie es in Finnland, Dänemark, Schweden 
geschehen ist. Es dürfte daher unseren Lesern nicht unwillkommen sein, 
wenn ich einige Mittheilungen über die Bemühungen mache, welche 
Oberlehrer Dr. Waldemar Götze, Vorstand der Handfertigkeitsschule 
in Leipzig, mir jüngst gemacht hat. Die Leipziger Schülerwerkstätte 
IX. Bd. 1383. 31
	        

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