MAK

Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1887 / 6)

(343? 
aufsatztafeln im Besitze des Fürsten Karl Egon von Fürstenberg in 
Donaueschingen '), auf einem Hausaltar im Besitze des Herrn W. Metzler 
in Frankfurt a. M. ") und auf zwei Kusstafeln des Grafen Thurn 
Valsassina "") in Bleiburg (Kärnten). - Maria mit dem Verkündigungs- 
engel kommt auf beiden Exemplaren der k. k. Hofburgcapelle vor, auf 
dem des Baron Rothschild und auf der Ueberlinger Tafel. Die Allegorie 
des Engels mit dem Todtenkopf finden wir ebenso auf unseren zwei 
Altärchen wie auf den Bleiburger Kusstafeln, auf einem der Altaraufsätze 
des Fürsten Fürstenberg und auf dem Triptychon des Pester National- 
museums". Dieselbe Gruppe des Erzengels Michael und des hl. Georg, 
welche auf der Ueberlinger Tafel angebracht ist, kehrt auf dem Triptychon 
der k. k. Hofburgcapelle, dem des Baron Rothschild und dem in Pest 
wieder. Endlich ist die Auferstehungsgruppe, die Mater dolorosa, die 
Allegorie der drei göttlichen Tugenden sowie manche der anderen Figuren 
wiederholt vorhanden. In derselben Weise kehren figurale und orna- 
mentale Details, deren Aufzählung ermüdend wäre, auf verschiedenen 
Stücken wieder. Interessant ist es ferner, dass auch das Relief der Ma- 
donna mit den Engeln auf dem Altärchen der k. k. Hofburgcapelle in 
mehreren Wiederholungen vorkommt, und zwar auf der Ueberlinger 
Altartafel, auf einem der Altaraufsätze des Fürsten Fürstenberg, auf einer 
der Bleiburger Kusstafeln und auf einem Hausaltar in der Kunstsamm- 
lung I-Iasselmann in München, in einigen Fällen mit dem Meisterzeichen 
Wallbaum's, in anderen ohne dieses Zeichen. 
Schließlich dürfen wir nicht unerwähnt lassen, dass die Ausstellung 
im Oesterr. Museum noch einige andere Gegenstände enthält, die eine 
gewisse Verwandtschaft mit den Wallbaum'schen Silberarbeiten zeigen, 
die ebenfalls einige Ornamente aus dem Formenvorrath seiner Werkstätte 
aufweisen, deren Identität mit uns bekannten und vollkommen sicher- 
gestellten Arbeiten dieses Meisters jedoch nicht so auffallend ist, als dass 
sie uns ein defmitives Urtheil über deren Urheberschaft erlauben würden. 
Es sind da vor Allem drei Gegenstände aus dem Besitze der k. k. Hof- 
burgcapelle 1') , ein kleiner Obelisk aus Ebenholz auf gegliedertem Fuße, 
der im Inneren eine Reliquie birgt, an seinem unteren Theile Hügelartige 
Ansätze zeigt und in sehr anmuthiger Weise mit silbernen Ornamenten 
verziert ist, ferner ein Flügelaltärchen, von schlichten: Aufbau und weniger 
reich verziert, mit sieben kleinen Silberreliefs, wovon die drei größeren 
die Anbetung der Hirten, die Darstellung im Tempel und die Beschnei- 
') Siehe: Meisterwerke Schwlbischer Kunst aus der kunsthistor. Abtheilung der 
Schwäbischen Kreisausstellung zu Augsburg, 1886, Taf. XXllI. 
") Siehe: Histor. Ausstellung kunstgewerblicher Erzeugnisse zu Frankfurt n. M. 
1875, Nr. 75. 
"') Radisics v. Kutus, Zwei Arbeiten des Mnnhäus Wallbaum. (Kunstgewerbe- 
blm 5, 1886.) 
1-) Katalog Nr. 745, 747 u. 758.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.