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werblichen Objekten zu Ausstellungszwecken reichlich bedacht. Desgleichen wurden 
so wie in früheren Jahren zahlreiche Staatsgewerbeschulen und kunstgewerbliche 
Fachschulen durch leihweise Überlassung mit Mustern und Vorbildern ver- 
sehen. 
Das k. k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie erhielt im 
Jahre 1906 u. a. folgende Geschenke: Von Johann Fürst von und zu Liechten- 
stein, Wien: Zwei Teller, Porzellan. - Ministerium für Kultus und Unterricht: 
Eine Plakettensammlung von P. Flötner. 7 Dr. Albert Figdor, Wien: Aufsatz mit 
Gestell für Löffel, vier Becher, Körbchen, Tablette aus Rosenholz mit silbernem 
Rand, l-Iandleuchter, alles aus Silber. - Friedrich Graf Schönborn: Seine Porträt- 
plakette. - Dr. Max Strauß: Eine Kaffee-Ober- und Untertasse, Porzellan. - 
Walcher Ritter v. Moltheim: Brokat, gegen 1700, Krüglein und großer Krug mit 
blauer Glasur, 92 Stück Kachelformen. 
Als bemerkenswerte Ankäufe älterer Kunstwerke seien hervorgehoben: 
Goldschmuck, deutsch, XVIII. Jahrhundert; Kassette, Silberfiligran mit 
Korallen, ungarisch, XIX. Jahrhundert; Edelsteinwage, Bronze, Prager Arbeit, 
XVIII. Jahrhundert; Leuchter, Silber, Wien x8xx; Grabkreuz, Eisen. XVIII. Jahr- 
hundert; Taschenuhr von Brequet, Goldemail, französisch, XIX.Jahrhundert, erste 
Hälfte, mit Kette; Anhänger, Stahl mit Email, XVIII. Jahrhundert; Brosche und 
Ohrgchänge, Silber vergoldet, mit Rubinen; Tafelaufsatz, Silber, Wien 1807, von 
I. Würth; Standührchen, Goldemail mit Perlen und Steinen, französisch, 
XIX. Jahrhundert, erste Hälfte; Humpen, Krüge und Becher, rheinisches Steinzeug 
des XVI. Jahrhunderts aus der Auktion Walcher, Majolikaofen, Rokoko, aus Graz; 
eine türkisblaue Terrine, Sevres 1754; Schüssel aus dem Sulkowsky-Service und 
Schokoladetasse, Meißen; Vase, Wien 1780; mehrere kleinere Objekte vor der 
Marke, Wien; zwei Prachtkaffeetassen und eine Figur (Fischhändlerin), Wien; 
Dose, Wedgwood; Kanne, mit Muschelbecken, chinesisch;- gravierter böhmischer 
Pokal, Glas, XVIII. Jahrhundert; Christus am Kreuze, Holz, geschnitzt von Aimong; 
Kreuz, annamitische Arbeit; Holzbrettchen mit Perlmutterintarsia, Cochinchina; 
Holzkassette, bemalt; Rahmen, Holz, geschnitzt, deutsches Rokoko; Zwei Wand- 
tische, Empir, Mahagoni mit Bronzebeschlägen; ein großer älterer Teppich aus 
Kleinasien; drei große venezianische Reliefspitzen aus der zweiten Hälfte des 
XVII. Jahrhunderts; eine Sammlung von Mustern einer Stickereitechnik aus 
der Zeit der Kaiserin Maria Theresia; eine große Anzahl volkstümlicher Stickereien 
aus der Bukowina, aus Dalmatien, Bosnien und der Hercegovina und aus der 
Slowakei. 
Die illustrierte Monatsschrift des k. k. Österreichischen Museums „Kunst 
und Kunsthandwer " vollendete ihren IX. Jahrgang. 
Im Ansehluß an das in den Jahren 18g2-r8g6 vom k. k. Handelsmuseum 
herausgegebene Werk „Orientalische Teppiche" veröffentlichte das k. k. Öster- 
reichische Museum im Berichtsjahre die ersten zwei Lieferungen eines großen 
Tafelwerkes, welches unter dem Titel „Altorientalische Teppiche" in vier Liefe- 
rungen mit zusammen 25 farbigen Tafeln die bedeutendsten seit x896 aufgefundenen 
altorientalischen Teppiche nebst beschreibendem Text wiedergeben soll. Das Werk 
erscheint im Verlag von Karl W. Hiersemann in Leipzig, die Herstellung der far- 
bigen Tafeln erfolgt in der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. 
Über die Spitzenausstellung hat das k. k. Österreichische Museum, wie 
oben erwähnt, im Verlag von Karl W. Hiersemann in Leipzig ein Werk heraus- 
gegeben (Ornamentale und kunstgewerbliche Sammelmappe. Serie IX und X), 
welches nebst einem „Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Spitzen" von 
M. Dreger auf 60 Lichtdrucktafeln 206 der interessantesten und wertvollsten Spitzen 
der Ausstellung enthält. 
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