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BIBLIOTHEK 
VORLESUNGEN 
Die Büchersammlung wurde im Jahre 1906 um 296 Werke - umgerechnet die 
Fortsetzungen der Zeitschriften und zahlreichen Lieferungswerke - vermehrt. Ihr 
Bestand belief sich im Jänner 19o7 auf 14.272 Nummern. Hievon entfallen 59 auf 
Geschenke, 237 auf Ankäufe. Die Zahl der Bibliotheksbesucher betrug im 
Jahre 1906 17.437 und zwar 13.848 in den Tagesstunden und 3589 in den Abend- 
stunden. Die Verleihungen von Büchern und Vorlagen nach auswärts, an Schulen, 
Kunstgewerbetreibende und Private in Wien und in den Kronländern erreichten 
die Höhe von 1656 Posten. 
Die Kunstblättersammlung wurde im ]ahre 1906 um 519 Blätter vermehrt; 
darunter sind besonders hervorzuheben: 2 Blätter farbig ausgeführte Wirkungs- 
skizzen der Mosaikbilder in den Tympanonfeldern des mittleren und des seitlichen 
Portals der Kirche Wien-Breitensee, entworfen von Professor Alfred Roller in 
Wien und der Entwurf zu einem Mosaikbilde Professors Josef von Mehoffer in 
Krakau „Pegasus und die Musen" (Geschenke des k. k. Ministeriums für Kultus 
und Unterricht), ferner 44 Blätter orthochromatische Aufnahmen von altorien- 
talischen Teppichen aus öffentlichem und privatem Besitz in Wien, London und 
Paris, 36 Blätter Photographien von Möbeln und Bronzen aus dem k. u. k. Hof- 
mobiliendepot in Wien, 38 Blätter photographische Aufnahmen aus der Winter- 
ausstellung des k. k. Österreichischen Museums 1906-4907, 95 Blätter Photo- 
graphien von Spitzen und Porträten aus der Spitzen- und Porträtausstellung im 
k. k. Österreichischen Museum 1906 und 67 Blätter photographische Aufnahmen 
von altägyptischen Korbflechtereien. Y 
Zu den hervorragendsten Erwerbungen derBüchersammlung im Berichtsjahre 
gehören die große Publikation des k. k. Österreichischen Museums „Altorientalische 
Teppiche", die Tafelwerke über orientalische Teppiche von F. R. Martin und 
W. Griggs, das nur in einer Auflage von 1oo Exemplaren bei Goupil ä Co. in Paris 
erschienene Prachtwerk von Nolhac „Les Femmes de Versailles", das von Karl 
Grafen Lanckororiski herausgegebene monumentale Werk über den Dom von 
Aquileia (Geschenk des Grafen Karl Lanckororiski), die reich illustrierte Publikation 
von Alfred Walcher von Molthein über die Hafnerkeramik der Renaissance in 
Österreich ob der Enns und in Salzburg, die Lichtdruckpublikation über Möbel 
und Innenräume aus der Empire- und Biedermeierzeit von j. A. Lux und das Pracht- 
werk von Laking über die Möbel in Windsor Castle, ferner die große Publikation 
von Destree über Brüsseler Tapisserien und Skulpturen auf der Ausstellung in 
Brüssel 1905, das reich illustrierte Werk von Eduard Leisching über die Bildnis- 
miniatur in Österreich, die Tafelwerke über die Spitzensammlung des Musee des 
Arts decoratifs in Paris und über die Wiener Spitzenausstellung 1906, das große 
Tafelwerk von j. Lessing und A. Brüning über den Pommerschen Kunstschrank 
(Geschenk des Königlichen Kunstgewerbe-Museums in Berlin), Erwin Hintzes 
Publikation über die Breslauer Goldschmiede und das Werk von Wilhelm Schmitz 
über die mittelalterlichen Metall- und l-lolztüren Deutschlands. 
In der Zeit vom 7. Februar bis 9. März 1906 wurden fünf Vortragszyklen zu 
je zwei Vorträgen veranstaltet. Die Teilnahme an diesen Zyklen erfolgte auf 
Grund einer Einschreibung, für welche eine Gebühr von zwei Kronen für jeden 
Zyklus eingehoben wurde. 
Nachstehend das Programm: 
1. Dr. Franz Winter, Professor an der k. k. Universität in Graz: „Antike 
und Renaissance" (mit skioptischen Demonstrationen), Durchschnittsfrequenz 
220 Personen. a. Ph. Dr. Professor Wilhelm Franz Exner, k. k. Sektionschef: „Die 
Tragödie der l-lausindustrie", Durchschnittsfrequenz 358 Personen. 3. Ph. Dr. W. 
E. Braun, Direktor des Kaiser Franz Joseph-Museums für Kunst und Gewerbe in
	        

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