MAK
ZEITSCHRIFT 
VORLESUNGEN 
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für öffentliche Arbeiten Fischbachs Studie über den Ursprung der Buchstaben 
Gutenbergs; vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht ein Exemplar des 
großen Werkes von Max Lehrs über die Geschichte des deutschen, nieder- 
ländischen und französischen Kupfersüchs im XV. Jahrhundert. 
Die illustrierte Monatsschrift des k. k. Österreichischen Museums „Kunst 
und Kunsthandwerk" vollendete ihren XI. Jahrgang. 
In der Zeit vom 31. Jänner bis Ende März 19o8 wurden sechs Vortrags- 
zyklen, und zwar drei zu je drei Vorträgen und drei zu je zwei Vorträgen ver- 
anstaltet. Die Teilnahme an diesen Zyklen erfolgte auf Grund einer Einschreibung, 
für welche eine Gebühr von 2 Kronen für jeden Zyklus eingehoben wurde. 
Nachstehend das Programm: 
Vortragszyklen: 1. Dr. Hans Schrader, o. ö. Professor der Archäologie an 
der k. k. Universität in Innsbruck: „Die Akropolis von Athen, ihre Bauten und 
Bildwerke (mit besonderer Berücksichtigung der Anfänge und ersten Blüte der 
attischen Bildungskunst)" (mit skioptischen Demonstrationen), am 3x. Jänner, 
5. und 7. Februar; Zahl der Eingeschriebenen: 26o Personen. 2. Dr. Johann Ritter 
von Boloz-Antoniewicz, o. ö. Professor der Kunstgeschichte an der k. k. Universität 
in Lemberg: „Der polnische Maler Artur Grottger (gestorben 1867) und sein Ver- 
hältnis zur Wiener Kunst" (mit skioptischen Demonstrationen), am 12. und 14. 
Februar; Zahl der Eingeschriebenen: 207 Personen. 3. Dr. Heinrich Zimmermann, 
k. k. Regierungsrat, Kustos und Leiter der Bibliothek der kunsthistorischenSarnm- 
lungen des Allerhöchsten Kaiserhauses: „Dreijahrhunderte höfischer Modetracht, 
vom Beginn der Neuzeit bis zur französischen Revolution" (mit skioptischen 
Demonstrationen), am x9. und 21. Februar; Zahl der Eingeschriebenen: 329 Per- 
sonen. 4. Professor H. E. von Berlepsch-Valendas, München: „Die englische 
Gartenstadtbewegung, ihre Entstehungsgeschichte und ihre soziale Bedeutung" 
(mit skioptischen Demonstrationen), am 26., 28. Februar und 6. März; Zahl der 
Eingeschriebenen: 273 Personen. 5. Dr. Eduard Leisching, k. k. Regierungsrat, 
Vizedirektor des k. k. Österreichischen Museums tTxr Kunst und Industrie: „Kunst- 
wanderungen durch Niederösterreich" (mit skioptischen Demonstrationen), am 
11. und 13. März; Zahl der Eingeschriebenen 428 Personen. 6. Dr. Max Dvoi-ak, 
a. ö. Professor der Kunstgeschichte an der k. k. Universität in Wien: „Mittel- 
alterliche Kunst in Venedig" (mit skioptischen Demonstrationen), am 18., 20. 
und 27. März; Zahl der Eingeschriebenen: 379 Personen. 
Die Direktion hat ferner wie in den Vorjahren im Laufe der Monate jänner, 
Februar und März an Sonntagnachmittagen zwei volkstümliche Museumskurse 
für Lehrpersonen und kunsthandwerktreibende Arbeiter veranstaltet. 
Der erste Kursus, fünfstündig (26. Jänner, 2.„ 9., 16. und 23. Februar) hatte 
den Titel: „Geschichte der Kunst in Spanien vom frühen Mittelalter bis 1800" 
(Architektur, Malerei, Plastik; mit skioptischen Demonstrationen). Vortragender: 
Dr. August Schestag, Kustosadjunkt am k. k. Österreichischen Museum für Kunst 
und Industrie; Zahl der Eingeschriebenen: 345 Personen; der zweite Kursus, fünf- 
stündig (1., 8., 15., 22. und 29. März) hatte den Titel: „Einüihrungin die allgemeine 
Kunstgeschichte" (1. Ägypten, Babylonien-Assyrien, Persien; 2., 3., 4., Griechen- 
land und Rom; 5. frühes Mittelalter) (mit skioptischen Demonstrationen). Vor- 
tragender: Dr. Eduard Leisching, k. k. Regierungsrat, Vizedirektor des k. k. Öster- 
reichischen Museums für Kunst und Industrie; Zahl der Eingeschriebenen: 
428 Personen. 
Die Zahl der Besucher des Museums betrug im jahre 1908: 64.192. Davon 
kommen 40.083 auf die Sammlungen und Ausstellungen, 7240 auf die Vorlesungen, 
16.869 auf die Bibliothek, 12.996 bei Tag und 3873 am Abend. 1457 zahlten Ein- 
trittsgeld.
	        

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