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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIX (1884 / 222)

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lm Verbindungsgange zwischen den Logentreppen stammen die 
allegorischen Figuren von Libscher. 
In den königl. Räumen sind die Wandbilder im Treppenhause von 
Hynais. Für das Vorzimrner malte Mafak neun historische böhmische 
Landschaften mit großer Meisterschaft in Tempera. lm Salon malte 
Broi ik die drei Kunstepochen unter den Premysliden, den Luxenburgern 
und den Habsburgern. 
lm Damensalon stammen die Jahreszeiten von Hynais. 
Am Plafond des Zuschauerraumes befinden sich acht auf Leinwand 
gemalte und aufcachirte allegorische Figuren, entworfen und gemalt von 
Zenisek. 
Der Hauptvorhang, darstellend: das Volk opfert der dramatischen 
Kunst, ist von Hynais entworfen und gemalt, leider aber nicht ge- 
lungen. Der Zwischenactvorhang stammt von Quaglio in München. 
Die gesammte ornamentale Malerei im Hause und seinen Neben- 
räumen wurde nach Entwürfen des Architekten Jos. Schulz von Isella 
sehr tüchtig durchgeführt. 
Die Stuckarbeit führte Enzio zur vollsten Zufriedenheit durch; die 
Möbel der für den Ah. Hof bestimmten Räume wurden von der Firma 
Skramlik Söhne hergestellt. 
Die Luster im Foyer, den königl. Räumen und jener im Zuschauer- 
raum sind vomGasapparat- u. Gusswerk in Mainz nach Jos.Schulz's 
Entwürfen durchgeführt. 
Den Glasluster im Damensalon der königl. Appartements lieferte mit 
bewährter Vollendung Lobmeyr in Wien. 
Die Kunstschlosserarbeiten (hauptsächlich Ventilationsgitter, darunter 
die große Deckenrosette) verfertigte Schlossermeister H. Bittner in Prag. 
Klempnerarbeiten, so weit dieselben das künstlerische Gebiet berühren, 
stammen vcn Svitak und Sud a. 
Nicht zu vergessen sind die Maler Krüger und März, welchen die 
Ausschmückung des Foyer für die Gallerien zu danken ist. 
Die Firma Ringhofer lieferte die Fauteuils und Gebrüder Meyer 
die Bulfeteinrichtung. 
Damit sind so ziemlich alle Firmen und Namen erwähnt, welche 
beim künstlerischen Theile Antheil nahmen; es wäre nur noch die Firma 
Haas St Söhne zu erwähnen, welche die Stoffe für die Hofräume 
lieferten und Giani in Wien. von dem der Brüstungsteppich in der 
Hofloge stammt. 
Heute vor einem Jahre war das Dach noch nicht aufgestellt. ln dem 
Zeitraume vom i. Mai r882 bis Ende September 1883, also in 16 Monaten, 
war nicht nur der Neubau des Theaters vollendet, sondern das daran- 
schließende lnterimstheater durch und durch umgebaut und noch ein 
Neubau nebenan errichtet zur Unterbringung der Administration.
	        
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