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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1869 / 44)

Direction gelegen, indem hiebei die fortwährende Hin- und Rücksendung 
der Piianzenfabricate entfiele und die Hauptaufgabe der Stellung des Herrn 
K osch, nämlich seine wissenschaßliche Thätigkeit, durch die in Wien allein 
mögliche geistige Anregung und fortwährenden Ideenausteusch mit anderen 
Fachmännern bedingt ist. Es dürfte also kaum einem Zweifel unterliegen, 
dass die Verlegung des chemischen Laboratoriums des Herrn Kosch von 
Hainburg nach Wien nicht nur für diejenigen Interessen, welche des 
Curatoriuin zu vertreten hat, sondern selbst für die wissenschaftlichen 
und praktischen Zwecke seiner gegenwärtigen Stellung als sehr wünschens- 
werth erscheint. Die Erfüllung dieses Wunsches ist zudem auch vom 
pecuniären Standpunkte aus sehr leicht erreichbar, indem das chemische 
Laboratorium der aufgelösten Purzellan-Manufnctur mit geringen Kosten 
wieder verwendet werden könnte. 
Angesichts so geringer Schwierigkeiten, welche mit der Gewährung 
der vom Curatorium gestellten Bitte verbunden sind, dürften die grossen 
Vortheile, welche von der Versetzung des Herrn Kosch nach Wien in 
kunstgewerblicher Beziehung zu erwarten wären, um so schwerer in's 
Gewicht fallen. 
Der gegenwärtige Herr Finanzminister ist zu genau vertraut mit 
der volkswirthschaftlichen Bedeutung des Studiums der Naturwissen- 
schaften, um nicht diese Eingabe, welche die Mittel bietet, mit sehr gering- 
fügigen Auslagen grosse praktische und scientilische Zwecke zu fördern, 
einer geneigten Prüfung und günstigen Erledigung würdig zu halten. 
Von der ostasiatischen Expedition. 
Hofrath Dr. v. Scherzer hat bereits zwei Berichte an das österr. 
Museum von Bombay und Singapur-e aus geschickt. Bekanntlich haben 
die Leiter der ostasiatischen Expedition mit Zustimmung Sr. kais. Hoheit 
des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Rainer und des Unterrichts- 
ministeriums die Doppelaufgabe übernommen, überall directe Verbindungen 
mit dem österr. Museum anzuknüpfen und hervorragende Persönlichkeiten, 
welche dem Museum ihre Unterstützung leihen, zu Correspoudenten des 
Museums im Namen Sr. k. Hoheit des Herrn Erzherzog-Protectors zu er- 
nennen; ferner Gegenstände zu erwerben, welche geeignet sind, als Muster 
des orientalischen Geschmackes zu dienen. Dem ersten Berichte des Herrn 
Hofrath Scherzer, ddto. Singapore 6. März zufolge, wurde von dem Gou- 
verneur in Bombay, Sir Seymour Fitz gerald, die Zusicherung gegeben, 
dass von Seite der Behörden dieses Theiles von Britisch-Indien Alles auf- 
geboten werden soll, um die Zwecke des k. k. Museums nach Möglichkeit 
fördern zu helfen. Zu Correspondenten des Museums wurden in Bombay 
kraft der von Sr. kais. Hoheit Herrn Erzherzog Rainer crtheilten Voll-
	        

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