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Objekt: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1868 / 28)

M128. MITTHEILUNGEN wg:- 
Dritter Jahrgang. d e s 15. Januar 1868. 
k. k. österr. Museums für Kunst 8:. Industrie. 
(Monatschrift für Kunst 8:, Kunstgewerbe.) 
(Am 15. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnemmtspreis per Jahr 3 G. 5. W. 
Redacteur Dr. G. Thu. Expedition von C. Geroldü Sohn. Man abouuirt im Museum, bei 
C. Geroldä Sohn, durch die Postsnstslwn, sowie durch alle Buch- und Kunsthandlungen.) 
Inhalt: m. Hisxoire du man m a" smut- Ausstellung. - m. Kurntindnitrie Ellglludl. - Var- 
Ieeungen im Mumm. - Kllinere Millhellunjen. - Bibliothek-Katalog. 
(im um ums... in s" arm. eine: mm Druckhogene.) 
Die Histoire du Travail auf der Pariser Ausstellung. 
Von Frledrirh Llppmnnn. 
Allgemeine Uebersicht. 
Es war eine fruchtbare und schöne Idee, inmitten des reichen und 
nahezu vollständigen Bildes, das die Pariser Ausstellung vom Schaden 
der Jetztzeit gab, den Werken der Kunst und der Arbeit vergangener 
Jahrhunderte eine Stätte anzuweisen, um so einestheils den Vergleich zu 
bieten, zwischen Sonst und Jetzt in der Leistung menschlicher Geschick- 
lichkeit, und andererseits die heutigen Eigenthümlichkeiten der Individua- 
litäten der Länder und Völker als schon vor Zeiten und bei ihren Vor- 
fahren - nur in der äussern Erscheinung modiiicirt durch die ver- 
änderten Verhältnisse _ bestehend zu zeigen. Wäre diese Darstellung 
der Geschichte der Arbeit eine selbst nur in den Hauptrnornenten voll- 
ständige gewesen, so hätte sie gezeigt, dass die Art der Befriedigung der 
Lebensbediirfnisse, ihre Verfeinerung und endlich auch die Kunst bedingt 
sind durch Factoren - Klima, Bodengestsltung und Raceneigenthüm- 
lichkeit - die, wie der Zug gegen oder miteinanderwirkender Kräfte die 
Körper, auch diese letzte scheinbar freieste Regung des Menschengeistes 
in mit der Strenge der Naturgesetze vorgeschriebenen Bahnen halten. 
Die Erkenntniss dieser Wahrheit herzustellen, scheint mir so wie die 
Erforschung von Entwicklungsgesetzen überhaupt, als höchste Aufgabe aller 
wirklich wissenschaftlichen Forschung in der Kunst- und Kulturgescbichte, 
und zu den Sinnen sprechend den Weg zu zeigen, wie dieses Ziel er- 
reichbar ist, wäre die würdige Aufgabe der "Geschichte der Arbeit" 
gewesen. 
Aehnlichel mochte Jenen vorgeschwebt haben, die die Anordnung 
der Histoire du travail anregten, und wenn auch die Ausführung weit 
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