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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1869 / 54)

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Nur noch einige Worte über die Art der Ausüihrung der Intarsien- 
Ornamente. 
Von dem Bestreben ausgehend, die möglichste Treue in deren Wieder- 
gabe zu erreichen, habe ich keine Mühe gescheut, um diesem Ziele nahe 
zu kommen. Sämmtliche Originale wurden daher von mir mit scrupulöser 
Genauigkeit ahgepaust, und so bin ich in der Lage, über ein unendlich 
reiches Material zu verfügen. In natürlicher Grösse findet nunmehr die 
Üebertragung auf Zeichenpapier statt und werden die Contouren mit der 
Rohrfeder nachgezogen. 
Da. es aus mehreren Gründen unthunlich erschien, die Intarsien in 
natürlicher Grösse zu publiciren, musste auf eine ganz präcise Art der 
Rednction gedacht werden und so entschloss ich mich zur photolithogra- 
phischen Vervielfältigung, so dass die Contouren direct vom Originale 
ohne Umzeichnung auf den Stein übertragen werden. Hierauf erfolgt erst 
die Anfertigung der übrigen Steine. 
Die Anzahl der zu veröifentlichenden Blätter ist vorläufig auf 25 
fesgesetzt, die freilich nur einen kleinen Theil des Inhalts meiner Mappen 
wiedergeben werden. ' 
Die Objecte, denen die Ornamente entnommen wurden, sind folgende: 
In Florenz: Chorstühle in der Kirche Sta. Maria novella, 
„ „ „ Badia, 
Yl 
Getäfel „ „ „ S. Croce, 
Kanzelthür „ , „ „ . 
Getäfel Confraternitä S. Benedetto bianco. 
In Bologna: Chorstühle „ S. Petronio, 
„ ,., S. Domenico. 
„ Pavia: „ im Kloster Certosa. 
„ Verona: „ in der Kirche S. Maria. in organo. 
„ Bergamo: n „ „ „ S. Maria maggiore. 
„ Perugia: „ „ „ „ S. Agostino, 
„ „ Getäfel im Saale des Cambio. 
„ Assisi: Chorstühlein der Ober-Kirche S. Francesco. 
V. Teirich. 
B. Gecohetti über die venetianieche Glesfabricetion. 
(Sulln etorie dell' arte vetraria Muraneee, cenni di B. Cecchetti. Venezia 1865.) 
(Schluem) 
Es wurde vernommen, dass an dem Ofen zu Breecin vierzehn Ausländer arbeiteten, 
ein Decret dee Reihen befahl 1747 die ßueechlieeeliche Beschädigung von Unterthnnen, 
hob Aber trotz der Drohung, welche die Verordnung begleitete, die Arbeiten zu Breseie in 
der Folge nicht auf und 1749 wird der Fortbeltmd gestattet, „welcher in der Gewohnheit 
mehrerer Jahrhunderte eine Stütze habe." 
Obwohl 1753 die Prüfungen der Arbeit wieder geregelt wurden, musste der Rath 
X757 die Meister bei Androhung strenger Stufen verwernen, da. aus der Levente laute 
n über die schlechte Qualität der gelieferten Scheiben durch einen außerordentlichen 
Abgeeendten an die Zehn gelangt waren. 
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