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fullscreen: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 11)

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Leinwand bestimmt habe, die meinem idealen Wollen entsprechen, 
fahre ich fort, die Farben aufzutragen und die Leinwand mit dünnen, 
aber fetten Pinselstrichen zu besetzen, zwischen einem Pinselstrichlein 
Giovanni Segantini, Unwetter in den Alpen 
 
und dem anderen aber einen Zwischenraum lassend, den ich mit den 
complementären Farben ausfülle . . . Ich mische nie auf der Palette. 
Denn die gemischten Farben verlieren ihren Glanz. je (organisch) 
reiner die Farben, die man auf die Leinwand setzt, desto mehr Glanz 
wird im Gemälde sein und - als Folge - desto mehr Luft und 
Wahrheit." 
Durch die eigene Erfahrung, durch den steten Kampf ist Segantini 
in seinen Alpen oben zu jener Technik, zu jener Anschauung von 
dem Werte und den Möglichkeiten der Farbengebung gekommen, 
die in Frankreich Monet und dann die Schule der Pointillisten auf 
dem Wege abstracter Wissenschaft erlangt haben. 
Kraft dieser Technik im Malen, dem seine Art des Zeichnens - 
durch das Aufsetzen unverbundener Crayonstriche - adäquat ist, 
kam Segantini dahin, Alles wahr ausdrücken zu können. Endlich 
durfte er, mit edlem Hochgefühl, von sich sagen: „So ist die Natur 
So
	        
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