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Volltext: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1872 / 85)

Mittheilunuen des k.  Ilesterrßiuh. Musßums 
KUNST UND INDUSTRIE. 
(Monatschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) 
Am x. eines jeden Monats erscheint eine Nummer. w Abonnementspreis per Jahr H. 3.- 
Redacteur Bruno Sucher. Expedition von C. Gerold's Sohn. 
Man abonnirt im Museum, bei Gerold d: Cump., durch die Postanstalten, sowie durch 
alle Buch- und Kunsthandlungen. 
   
Nr, 85, u WIEN, 1 Ocronen 18742. VII, Jahrg. . 
 
 
Inhalt: Die kunstgewerbliche Schulausstelluug in Stuttgart. Das Melerdorl Rexchenau lll Bphmen. - 
Statut für die k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien. - Unterstutzung ewerblxeherlfach- 
schulen izrblicderösterreich. - Neue lfubiicationen der Arundel-Society. - tundeueinthellung 
Gir das Wintersemester 1871-73. - Buchzr-Revue. - K ' ere Mittheilungrn. 
  
 
Dia kunstgawerbliche Schulausstellung (vom I0. August bis l5. Sept. l872) 
in Stuttgart. 
In dem königlichen Orangeriegebäude in Stuttgart wurde eine kunst- 
gewerbliche Schulausstellung. veranstaltet, welche gerechten Anspruch hat, 
mit aufmerksamem Auge von Schulfreunden betrachtet zu werden. Das 
Gebäude, ein schmales Parallelogramm, von beiden Langseiten beleuchtet, 
1500 ÜMeter Flächeninhalt, ist für eine solche Ausstellung wie geschaffen 
und erleichtert sehr die klare und übersichtliche Aufstellung, welche diese 
Ausstellung auszeichnet. Daselbst sind durch plastische, Malerei-, Zeich- 
nungsa und schriftliche Arbeiten mehr oder weniger vertreten: 
Die gewerblichen Fortbildungs- und Fachschulen des Landes für 
männliche und weibliche Schüler; die Ackerbauschulen; die Waisen-, Taub- 
stummen- und Rettungshäuser; die Volks- und Fabrikschulen; die Real- 
schulen und Realanstalten; die Lateinschulen; die Gymnasien und Lyceen; 
die Schullehrer-Seminare; die theologischen Seminare. 
Von dieser Ausstellung waren daher ausgeschlossen: die Kunstge- 
werbeschule, das Polytechnikum und die höhere Kunstschule in Stuttgart. 
Die Ausstellung fand mit Staatssubvention statt, welche, wenn ich nicht 
irre, 5000 H. betrug, die aber kaum ausreichen dürften. 
Es ist dies die dritte Ausstellung ähnlicher Art, welche in Württem- 
berg veranstaltet wird; das regelmässigeWiederkehren solcherAusstellungen 
bietet grosse Vortheile. Man erhält durch dieselben nicht blos Einsicht in 
den gegenwärtigen Stand des Zeichnenunterrichtes im Königreiche, son- 
dem man wird auch in die Lage versetzt, den Entwickelungsgang und 
die Fortschritte des Zeichnenunterrichtes zu verfolgen. 
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