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Inhaltsverzeichnis: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

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charakterisiert, die in diesem Fache sehr bedeutende Leistungen aufweisen 
konnten. Zumal in Venedig war dieser Zweig der Architektur und der techni- 
schen Wissenschaften auf das trefflichste ausgebildet gewesen; dort arbeiteten 
zahlreiche und hervorragende Künstler im „Ufi-icio delle acque e del sale" 
für die Instandsetzung der moli und der murazzi des Lagunengebietes und 
für die Regulie- 
rungen der Flüsse 
und Flußmündun- 
gen der venezia- 
nischen Ebenefk 
Das lebhafte Inter- 
esse, das man im 
Zeitalter Barbaros 
und Rusconis dem 
Studium und der 
Herausgabe des 
Architekturwerkes 
Vitruvs entgegen- 
brachte, hat der 
Beschäftigung mit 
hydraulischenPro- 
blemen die frucht- 
barste Anregung 
gegeben. 
Die etwas aus- 
führliche Darle- 
gung des histori- 
schen Tatbestan- 
des war notwen- 
dig; denn sie be- 
lehrte uns, daß die " 
alteAnnahme(Ma- _ - 1 ' 
niagos, Bragatos _ - ,. - . . _ 
usw.) nichtzutrifft, "  - L es ' 
daß der Brunnen Abb. 12. Die Fontäne a" Piazza s. Giovanni zu Udine 
der Piazza Can- 
tarena von Giovanni da Udine herstamme; sie bezeugte ferner, daß seine 
Vollendung jener der Fontäne des Marktplatzes vorausging (vgl. aber unten 
Seite 332). 
Der Vergleich zeigt, daß das Aussehen der beiden Monumente fast 
identisch ist. Der Unterschied besteht allein darin, daß der Brunnen des 
Mercato etwas kleinere Dimensionen aufweist und gegenwärtig (und bereits 
3 Eine Aufzählung solcher Künstler bei G. Cadorin, „Pareri di XVI archiieni intornc a1 Palazzo Ducale", 
Venezia 1837.
	        

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