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Volltext: Alte und Moderne Kunst I (1956 / Heft 3)

 
ein Häschen oder ein Nfeerschweinchcn inmitten von Gräsern und 
Blumen. Aber seine ganze Liehc und künstlerische K aft gehürt 
der Blumcnmalerci. Der Adel und das Bürgertum schiitven seine 
Wlerkc, die nicht billig sind und zwischen 100 und 150 Gulden 
kosten. Bei den Mitgliedern des Kaiserhauses erfreuen sich die 
Bilder der größten Beliebtheit, eignen sie sich doch wie kein 
anderes Objekt als repräsentatives und liebenswürdiges Geschenk 
an ausländische Höfe und Potentaten. Und so wandern seine 
Bilder über die Grenzen der engeren Heimat bis an die Höfe von 
England, Persien, Rußland und Ägypten, gelangen in die öffent- 
lichen Museen und privaten Galerien. 
Was war es nun, was die Zeitgenossen so sehr an seinen Bildern 
cntzüekte und was auch noch den heutigen Sammler und Kunst- 
freund gleicherweise anspricht? Da ist zunächst die augenfiilliga 
ste Wirkung festzuhalten: die Leuchtkraft und das Feuer der 
Farben. Mit der größten Zartheit und Sorgfalt sind die Farb- 
nuancen neben und übereinander gesetzt. In der Frühzeit gibt 
es Bilder, wo er den Strauß oder die Vase mit den Blumen meist 
vor eine dunkle Nische stellt. lm Helldunkel einer wohlüherleg- 
ten Lichtführung beginnen die Farben innerhalb einer schattig 
kühlen Umgebung von Marmor und Stein taufrisch zu leuchten. 
Spätere Bilder zeigen ein umgekehrtes Verhältnis. Der Blumen- 
Abb. 5. Große Vun mit Blumunmalurai von Josef Nlgq. Slllßmlnufllxlur, l835
	        

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