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Volltext: Alte und Moderne Kunst II (1957 / Heft 3)

Äühlc echten Verlustes. Wie er Menschen, die ihn gut kann- 
1, erschien, bezeugen besonders schön einige Worte, die der 
rühmte Rubensiorseher Ludwig Burchard in seinem Kondo- 
izbrief an die YVitwe, an Frau Maria Iviünz, schrieb: „...er 
lt" ein Ritter trotz Tod und dieufel. XVnr er in einer Suche 
derer Meinung, so griff er von vorne an und Fnßlc den Stier 
i den Hörnern. Slelltc man ihn, so stand cr zu seinem Wort. 
as ihn antrieb, war Liehc zur Sache und Respekt vor der Wahr- 
it." (iustzw Künstler 
 
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MAX FELLERER GESTORBEN 
Am Montag, den 27. März starb im Wiener Wülhelminenspital 
Professor Max Fellerer, einer der bedeutendsten Architekten 
Österreichs. Mit ihm verliert Österreich einen Mann bester Prä- 
gung. Als Max Fellerer seine Ausbildung an der Wiener Techni- 
schen Hochschule abgeschlossen hatte, trat er in das Atelier 
Josef Hoffmanns ein. Damals war Wien sehr reich, es besaß 
zwei Architektenpersönliehkeiten von europäischem Rang: Josef 
Hoffmann und Adolf Loos, zwei Antipoden der Kunstauffassung. 
Es beweist die Stärke der Persönlichkeit Fellerers, daß er - der 
spätere Chefarchitckt Hoffmanns - seine eigene Kunstgesinnung 
und Begabung frei zu entwickeln vermochte, in mancher Hin- 
sieht sogar eher nach den Grundsätzen von Adolf Loos, dabei 
niemals in äußerlieher Anlehnung an ihn. Sein eigenes Schaffen 
kennzeichnete eine vornehme Modernität, das Neuartige in sei- 
nem Bauen war nie Äußerlichkeit, sondern drang vielmehr von 
der Erfüllung der Aufgabe her in das Werk ein. Seine Arbeiten 
haben das Gesicht Wiens entscheidend mitbestimmt. Der große 
Gemeindewohnhau auf der Schmelz, die großen Wohnhaus-an- 
lagen in Linz, eine ganze Reihe von Wohnhaus-, Villen- und 
Repriisenlationsbauten sind ihm zu danken, sowie der Wiederauf- 
bau des Parlamentsgebäudes, die Hansson-Siedlung und vor 
allem der Neuaufbau des Strandbades „GänsehäufeP und das 
Hotel Mirabell in Salzburg. Max Fellerer war nicht nur eine der 
großen kosmopolitisehen, universell gebildeten Persönlichkeiten, 
die gerade Österreich immer wieder hervorzubringen vermag, 
sondern auch ein liebenswürdiger, feinsinnigßr MCnSCh und Cin 
Künstler von untrüglichem Urteil. 
„Alte und moderne Kunst" wird in einer der folgenden Nummern 
das Lebenswerk Max Fellerers in Wort und Bild den Lesern 
noch einmal ins Gedächtnis rufen. 
 
  
 
  
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