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Volltext: Alte und Moderne Kunst II (1957 / Heft 4 und 5)

Abb. 7. Detail aus dem jngdtcppich. Hölisch yzokkldulc Rcim- sind in Vcrfnlguxxg 
nachzuknüpfen konnte natürlich bei einem Teppich von der Fein- 
heit des jagdteppichs (rund 13.000 Knoten auf den Quadrat- 
dezimeter) nicht in Frage kommen. 
Es schreibt und liest sich rasch; aber die Zeit die für diese Re- 
staurierung in Anspruch genommen werden mußte, betrug zwei- 
einhalb jahre. Zweieinhalb Jahre bis zum Rande gefüllt mit 
liebevoller, augenermüdender Arbeit, zweieinhalb Jahre gedul- 
digster Hingabe an eine Arbeit, deren Aufgabe darin bestand, 
möglichst unsichtbar zu bleiben. Nun konnte der Teppich ru- 
higen Gewissens gewaschen werden. Das Waschen mußtc mit 
aller Sorgfalt, Gründlichkeit und in einem Zuge geschehen. 
Das Trocknen des Teppichs rnußte dauernd überwacht werden. 
Der Erfolg des Unternehmens zeigt, daß die verwendete Mühe 
sich gelohnt hat; der Teppich zeigt seine vielen Farben in all 
dem Glanz und in all der Frische, die den ersten Besitzer des 
Teppichs, der wohl Schah Tamasp gewesen ist, an dem edlen 
Stück erfreute und entzückte. 
Die Namen derer, die den Teppich für lange Zeit vor weiterem 
Verfall bewahrten und die es möglich machten, den Teppich 
vierhundert jahre nach seiner Entstehung in aller Schönheit 
den Museumsbesuchern zu zeigen, mögen der Mit- und Nachwelt 
nicht vorenthalten werden. Maria Kosch und Maria Schmidt 
haben den Teppich restauriert, Emanuel Zieh hat ihn gewaschen. 
IGNAZ SCHLOSSER 
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