MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst II (1957 / Heft 6)

Wander Berloni, „Bewegung", konkrete Plastik aus nicht- 
rostendem Stahl. 
Vor der neuen Stadthalle im 15. Bezirk wird diese Plastik stehen. 
Mehr als 4m mißt sie in der Höhe und mehr als 3m in der 
horizontalen Ausdehnung von links nach rechts und von vorne 
nach hinten. Die Bewegung steigt aus einem unteren Kraltzentrum 
empor und schraubt sich in stoßendcm Rhythmus spiralenförmig 
zum höchsten Punkt, um von dort wieder nach unten zurückzu- 
kehren. Bei aller Dynamik ist diese Plastik doch von der größten 
Geschlossenheit durch die exakte und proportionierte Zuordnung 
der einzelnen Flächen und Wendepunkte. Mit Hilfe reiner Form- 
elemente werden die jeder Bewegung zugrundeliegendenv Aus- 
druckswerte von Kraft und spielerischer Leichtigkeit konkretisiert. 
Die eingezeichnete Figur dient nur als Größenmalistab. 
Rudolf H 0 f l e h n c r, „Die vier 
Jahreszeiten" Sehmiedeeisenarbeit 
für einen Wohnhausbau. 
Das Thema der vier jahreszeitcti hat 
besonders in der Barockzeit alle Kün- 
ste bewegt. In der Malerei, in der 
Gartenplastik, aber auch im Porzel- 
lan und Elfenbein ist es immer wie- 
der dargestellt worden. Es ist also 
ein „abgcdroschcncr Stoff". Hoileh- 
ner aber greift ihn wieder auf und 
vermag ihm eine völlig neue und 
überzeugende Gestaltung zu geben. 
Als Grundform wählt er den Baum, 
dessen Struktur aus Ästen und Blät- 
tern dem drahtigcn Material und sci- 
ner Behandlung auls beste entspricht. 
Dieses baumarlige Gebilde setzt sich 
selber wieder aus den vier Erschei- 
nungsformen im Laufe des Jahres zu- 
sammen. Frühling, Sommer, Herbst 
und Winter sind in einfachster linea- 
rer Struktur wiedergegeben, so daß 
die Arbeit im Ganzen und im Detail 
die unmittelbare Aussagekraft einer 
Hieroglyphe hat. 
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