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Volltext: Alte und Moderne Kunst II (1957 / Heft 11)

Pin {Hnlcvunelier mit K tcnwnnd und Wohnnischc. Der Thges- und Bcsprcchungsraunx in der Vcrwultcrwohnung. 
 
Baubeschreibung 
Das Objekt liegt am Osthang des Freinbcrges, in einem der schönsten 
Wohngebicte der Stadt, Durch das umliegende Grün der Gärten ist es 
dem Alltagslärm entrückt. Die Planung lag in den Händen des Archi- 
tekten Dr. Ing. Fritz Fanta, die Bauleitung hatten die Herren Baumeister 
Oberhuemcr und Aigncr vom Stadtbauamt Linz. 
Der Bau kam durch eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer Baufirmen zur 
Ausführung, in der die Firma Ing. Mayreder, Kraus 8x Co. die Ober- 
leitung hatte. Ein Großteil der reinen Bauarbeiten wurde von Schülern 
der Bundesgewerbeschule Linz geleistet, welche an diesem Bau ihren 
praktischen Unterricht absolvierten. 
Dem Raumprogramm des Projektes entsprechend, wurde das Bauwerk 
in zwei Baukörper gegliedert, dem größeren Ateliertrakt und dem 
Wohntrakt. Der zweigeschossige Ateliertrakt wurde dabei parallel zum 
Hang situiert, so daß sämtliche Arbeitsräume die geforderte reine Nord- 
lage haben. Der an diesen Bauteil etwas tiefer angeschobene Wohntrakt 
öffnet sich gegen den südlich gelegenen Garten und umschließt den 
Vorhof mit den Treppenaufgängen. Die Gliederung der Bautrakte wurde 
durch eine verschiedene Farbgebung noch prägnanter zum Ausdruck 
gebracht. (Ateliertrakt weiß, Wohntrakt terrakottarot.) 
Die gesamten Baukasten betragen, unter Anrechnung aller Leistungen 
und Lieferungen zum Tagespreis, einschließlich dem Grunderwerb, dem 
Bau und der einfach gehaltenen Innenausstattung, S 1,300.()OO,-. Die 
verbaute Fläche beträgt 263 m3, der umbaute Raum 2090 m3. 
Der Bau wurde in einer Beton- und Ziegelbauweise hergestellt. Die 
außenliegenden Betonpfeiler kamen dabei in der Fassade des Atelier- 
traktes klar zum Ausdruck, während die äußeren Parapete durch holz- 
verschaltc Wände ausgebildet wurden. Der Bau ist mit einem Flachdach 
versehen, welches mit Alu-Fural gedeckt ist. Die Fußböden haben eine 
Terravcnyl-Belag erhalten, lediglich die Bildhaucratclierräume des Ert 
geschosses sind mit einem Gußasphaltboden ausgestattet. 
Das ganze Objekt ist zentral geheizt und mit einer Warmwrtsseranltig 
für die Wasch- und Duschräume versehen. 
Die Ausmaße für die Atelierräume wurden mit durchschnittlic 
4 X 6,3 m angenommen. Durch eine Kastcnwand wird eine kleir 
Schlaf-Wohnnische von dem eigentlichen Arbeitsplatz abgeteilt und d: 
Raum erhält dadurch eine etwas behaglicherc Note. Die Raumhöhe 
betragen in den Bildhauerateliers 3,7 m, in den Malcrateliers dt 
1. Stockes, durch die Schräge der Decke bedingt, im Durchschnitt 3,4 n 
Die ganze Breite des Atclierraumes wird an der Außenseite von eine: 
Oberlichtfenster eingenommen, dessen Glasflächc rund 6m? bctriig 
Von den erdgeschossigen Bildhauerateliers gehen Ausgänge unmitte 
bar ins Freie, um den Transport von schweren Werkstücken, aber auc 
das Arbeiten im Freien zu ermöglichen. 
Im Objekt rind untergebracht: 
Keller: Zentralheizung mit Kesselhaus, Heizmaterialraum, Depot un 
Waschküche. 
Erdgeschoß: Über eine Freitreppe erreicht man das Erdgcschoß mit dm 
Vorhalle, von welcher aus das Treppenhaus, die vier Bildhaue 
ateliers sowie die WC und die Waschräume mit den zwei Braust 
kabinen zugänglich sind. Von dieser Halle ist auch die Verwalte: 
wohnung erreichbar. 
Obergeschoß: In diesem befinden sich die fünf Ateliers für Maler un 
Graphiker. 
 
  
 
 
 
 
 
 
WIEN, l., KÄRNTNERRING 8 
Telephon 65-86-51 
Fernschreiber: (U1) 1439 Telegramme: Aniollna Wien 
ANNAHMESTELLEN IN DEN BUNDESLÄNDERN: 
Bregenz: Anlcn Schneidersfraßa 2, Telephon 25 O3 
Eisensladi: Eisensfädler Bank A. G., Telephon 501 
AUTOMOB I L- u N o MASCH I N EN- ABSATZ- f": k gjjs-S-fhsfaäsagß}1ejPhß1j2-f-91 
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FÖRDERU NGS - GESELLSCHAFT M. B. H. 511,93," 1' yelephon 2349 
Llnz: Mozarlslraße 11, Telephon 23-8-87 
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vlllanh: Kirchenplalz 2, Telephon ÖB-ÖQ 
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