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Volltext: Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 1 und 2)

struiert, dem in den einzelnen Abschnitten verschiedene Funk- 
tionen zukommen. Die eweilige (irundstimmttng der Musik muß 
mit dem szenischen Geschehen und dessen farbiger Außenseite 
zu einer inheit versebmel n. In solch hefruchtendct" Wechsel- 
wirkung liegt der geheime auber, der dem Wort „Atmospharß 
entströmt Es ist ein (lehnt der Zeit, die Thettterbesucher für 
eine Verfeinerung des Ver tiindnisses zu gewinnen, die durch 
einen unseligen fabrikstniiliigen Massenbetrieb ein wenig ab! 
banden gekommen ist. In der als Witz ausgesprochenen Äuße- 
rung eines meiner französischen Freunde, es wäre sein sehn- 
lichstcr Wunsch, einen liilm zu verfassen, der bloß eine Elite 
von hundert Personen anspricht, steekl eine sehr ernste und be- 
achtenswerte Pointe. 
Bloß ein Nlaximum an Konzentration, ein Maximum an Schaf- 
fung eines hochwertigen, billige Effekte meidrnden Stils Vers. zt 
Nlitwirkcnde und llörersehaft in jenes geistige und künstlerische 
Klima, in welchem der Autor seine Schöpfung reifen ließ. Und 
auch der lileilS des Bühnenhildncrs darf nicnt einen Augenblick 
erlahtnen. Beispielgelaend war für mieh in dieser Hinsieht die Ge- 
wohnheit meines 85jiihi' 'n Kollegen Chirieo. d m der Mai- 
länder Seala noch in le ,ler Minute an seinen Entwürfen diese 
oder iene Farbenrettnuehe vornahm, Auch ich httbc es mir zur 
Pflicht gemacht, jedes einzelne Kostüm nicht bloß als Entwurf, 
sondern bis in die scheinbar geringfügigsten Einzelheiten persön- 
lich und sorgsam auszuführen. 
  
 
 
  
 
"lloffnzanns 
Offenbach in der Covent tiardt-n Oper in 
lirzahltttigen" von Jacques 
London. Teile der Szene aus dem 
1. Akt, (1955). 
1m Jahr 1956 r: lisierle Wakltevitrelt, eben- 
falls an der 5 t, (ihedinis ,.llip0crit.t 
Police". Das Bild zeigt die dritte Szene im 
ersten Akt. 
 
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lites" von (ieorges Bernanns, Musik von F. Poulene 
Scala. Oben das Kloster, unten der Weg auf das Sehalfot. Die Brueke 
bleibt im Wechsel aller Szenen und bildet für das Kloster die Trennung 
der Stockwerke. XVakhevltch wird für diese Oper im Oktober an der 
Wiener Staatsoper gleichfalls das Bühnenbild gestalten, Regie führt 
voraussichtlich wie schon in Mailand Margarete Wallmann. 
 

	        

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