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Volltext: Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 3)

tet die auf dem vorliegenden Gemälde gegebene Darstellung des Über- 
fallcs der Juden wie folgt. (op. eit. Pag. 601) 
,.Die Apostel aber nahmen den Leichnam auf und trugen ihn nach dem 
(Trabe... Die Chöre der Engel aber sangen der Jungfrau Lob so 
laut, daß ganz jerusalem zu dem Schauspiel eilte. Die llohenpriester 
sandten das Volk aus mit Schwertern und Knütteln. Einer von ihnen 
ward so kühn, daß er sich auf die Bahre stürzte und wollte den Leib 
der Gottcsmutter niederziehen zur Erde. Aber da er die unwürdige Be- 
Führung, vollbrachte, wird des Gebrauchs seiner Hiinde beraubt. Denn 
beide Hände wurden ihm an den [Ellenbogen herausgerissen und hingen 
an der Bahre lest. In seinem Schmerz schrie er um Hilfe und gelobte 
Besserung. . ." 
Die (jrttbtrztgung Mariens findet sich in der italienischen Malerei der 
Gotik bei Duccio, Opera del Duomo Siena, wo die Apostel den Leib 
Mariens auf offener Bahre tragen, von welcher der Jude seine Hände 
nicht mehr zu lösen vermag, sowie bei Tadcleo di Bartolo Palazzo 
Pubblieo Siena 1-106, wo johannes den Aposteln mit der Palme vor- 
anschreitet, während auf einem Fresko aus der Giottoschule in der 
Arenakapellt- zu Padua Engel die Juden abwehren. 
Nördlich der Alpen ist dieses lediglich dem byzantinischen Kunstkreis 
geliiufigere Thema nur auf Skulpturen zu St. Quen Rouen, St. Sebald 
Nürnberg, St. Moritz Halle und am Münster zu Straßburg bekannt. 
(Siehe H. Detzel, Christliche lknnographie, Freiburg i. H. 189-1 p. 515 
und K. Künstle, Ikonographie der christlichen Kunst, Freiburg 1928, 
t. p. 569). 
 
  
 
  
 
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4. Bezirk cm seriöse 
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ll Uhr. Telefon 65 91 BU 
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UNSERE AUTOREN 
Ilßillzelnt IIein, geb. 17. Dezember 191-1, studierte an der Universität 
Wien, promovierte 1940 zum doctor philosophiae, von 19-11-1954 am 
Österreichischen Museum für angewandte Kunst. Publikationen über 
Kunstgcwerbe des vorderen Orients. 
Erwin Neumann, Dr. phiL, Mitglied des Instituts für Österreichische 
Gesehiehtsforschung, tätig als wissenschaftlicher Assistent an den 
Sammlungen für Plastik und Kunstgewerbe des Kunsthistorischen Mu- 
seums in Wien. Geboren am 1G. März 1925. Studierte von 19-16 bis 1952 
Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie an der Universität Wien. 
Wissenschaftliche Arbeitsgebiete: Bildnerei und Kunstgewerbe der Re- 
naissance und des Barocks. 
Fritz Nnvotny, geb. 10. Februar 1903. Studium der Kunstgeschichte an 
der Universität Wien. Von 1927 bis 1934 Assistent bei Prof. Strzy- 
gotvski; bis 1939 Assistent am Kunsthistorischen Institut der Univer- 
sitiil Wien. Ab 1939 Kustos an der Österreichischen Galerie. - Publi- 
ÖSTERREICHISCHE 
QUALITÄTSERZEUGNISSE 
erhältlich in allen Teppiehhäusern 
kationen: „Die romanische Battplitstik in Österreich" (1930). „Das 
Problem des Menschen Cezanne im Verhältnis zu seiner Kunst" in der 
Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft (1932). „Paul 
Cezanne" (im Phaidon-Verlag 1938, Z. Auflage in verschiedenen Spra- 
chen 19-18). „Cezanne und das linde der wissenschaftlichen Perspektive" 
(Schroll-Vrrlag 1938). „Adalhert Stifter als Maler" (Schroll-Veriag 
1941, Z. Auflage 19-18). „Wilhelm Busch als Zeichner und blaler" 
(SChfOll-Vöflflg 19-19). „Die großen franziisischen Imprt-ssionistcn, ihre 
Vorläufer und ihre Nachfolge" (Schroll-Verlag 195-1). „Die Monats- 
bilder Picter Breugel d. Älteren" (Deutieke-Ylerlag 1948). „Der Maler 
Anton Romako" (Schroll-Verlag 1955). Herausgeber der Serie „Oster- 
reichische Aquarellisten", Band I]: „Oskar Laske" und Band llI: „An- 
ton Rumako". liin jahrhundert österreichischerLandschaftsmalerei."-- 
Puhlikationen über Van Cogh: .,Rcfleetions on a drawing by Van Gogh" 
in Art Bulletin 1953. „Van gghs teckiningen van ltt-t ,Straatje te 
Saintrs-lvlarirs"' in Maandblad vom" beeldendc Kunsten 1936. _ In 
Vorbereitung: ,.l;uropcan painting an sculpture. 1780-1880" in Pe- 
lican llistory of Art, London. 
 
 
AUTOMOBIL- UND MASCHlNEN- ABSATZ- 
FORDERUNGS-GESELLSCHAFT M. B. H. 
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