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Volltext: Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 5)

Ecke im Pnrzellanzinvner. 
Die Wände sind holzgeschnitzt und der Schmuck der Decke 
besteht aus blauschattiertem Stuck. Auch hier sind ge- 
rahmte blaue Tuschzcichnungen eingelassen. 
Auxrcbnill aus dem Purzellunximmcr. 
Die Aufteilung der weiß lackierten Holzwfinde ge- 
schieht durch blau schattierte Schnitzereien. In einem 
Gitterwerk mit spitzen Körben stecken lange Stäbe, um 
welche sich Frueht- und Blumengirlitnden in die Höhe 
winden und in zarten Ranken endigen. Den oberen 
Abschluß bilden chinesische Schirme, die mit Maschen 
an die Stäbe und kreuzweise miteinander verbunden 
sind. In die freien Wandlelder sind gerahmte blaue 
Tuschzeichnungen, meist Chinoiserien und Genrcszc- 
nen eingelassen, die zum Teil als Arbeiten der kaiser- 
lichen Familie, - des Kaisers und der lirzhcrzogin 
Maria Christine, - nach Vorlagen von Boucher und 
Pillcment gekennzeichnet und 1763 datiert sind. - 
Die höchst reizvolle und originelle Dekoration dieses 
Zimmers soll auf eine Idee und den Entwurf der Erz- 
herzogiia lsabelln, der liebenswerten, ersten Gemahlin 
des späteren Kaisers joscf 11., einer geborenen Prin- 
zessin von Parma, zurückgehen. - Das Portraitme- 
daillnn stellt die Erzherzogin Marie Christine dar. Die 
streng vertikale und symmetrische Anordnung des Dc- 
kors und das völlige Verschwinden von Rokokoformen 
lassen bereits den Iiinlluß des Klassizismus erkennen. 

	        

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