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Full text: Alte und Moderne Kunst IV (1959 / Heft 5)

 
Rudull Hnuxvrcr! Du" IXKThU (lux Odyswxh. 1949 35. ("v1 und Tßnvpvva auf Holz (Hlicm x 155cm). 
lli-"lurlprhr- Ylu-eum u" mm Wien 
in welche Harmonie ist das gebracht in dieser Darstellung eines 
Schmerzensmunns unserer Zeit, in welcher ruhigen Überein- 
stimmung haben die Farbelcmente des Bilds sich gefunden! 
„Adam nach dem Sündcnlall" (1957) ist in eine technisch-zivili- 
snlorische Welt geraten, in die er sich einen Illusionshimmel, 
einen Paradieshimmel - die von Hcllgrün bis Dunkelblau ver- 
laufend: Fläche hinter dem Kopf des Adam - mit hineinge- 
rettet hat. Die Staffelei, durch Zartheit der Farbe ausgezeich- 
net, verwandelt sich in eine Maschine, gehört selber zu der 
bedrängenden Szene, in der Adam sich linder. Er verzagt nicht. 
Erhobenen Hauptes blickt er aus dem Zentrum des Bildes. Wie 
das Wesen in „Ich bin Es", wie Hausners „Odysseus" will er 
erkennen, bestehen. Auf solchem Vorgang, nicht auf vorgefun- 
dener Zuständliehkeit, nicht auf Rätselhaltigkeit, sondern auf 
der Schwere des Daseins, gegen die eine Kraft wirkt 
- mannhafle, klärende Humanität -, liegt der Akzent des 
Bildes. Wahrhaft die ganze Wirklichkeit will dieser Wiener 
Künstler erfassen, der nach unserer Meinung den höchsten Rang 
unter den jüngeren Malern Österreichs innehat und zu den 
besten seiner Generation in Europa gehört. 
GEORG 
EISLER UND JOSEF PILLI-IOFER 
ANLÄSSLICH IHRE 
ER AUSSTELLUNG IN AMSTERDAM 
Von Cl 
.AUS PACK 
Auf den ersten Blick mögen die Arbeiten der beiden mitein- 
ander ausstellenden Künstler in ihrer Zielsetzung verschieden 
anmuten, bei einer näheren Untersuchung zeigt sich aber, daß 
ihnen derselbe Gestaltungswille innewohnt, mag auch die Me- 
thodik und der Ansatzpunkt jeweils ein anderer sein. Bei Georg 
liisler ist es der Raum, und zwar der dreidimensionale Ira- 
dilionelle Tieienraum, der sich mit den Formen und um die 
Formen öffnet, der sein farbiges und tonales Gleichnis linden 
soll. Eisler hat hereils lrüh mit einem malerischen Expressio- 
nismus österreichischer, das heißt, atmosphärischer Prägung 
begonnen, nehen dem abstrakte Formuntersuchungen parallel 
einherliefen. Diese teilweise Auflösung der Form kam zwar 
seinem malerischen Temperament. das an der konkreten Sinn- 
lichkeit der Farhmaterie hängt, sehr entgegen, ließ ihn aber 
auch bald das Ungenügen einer zu persönlichen Aussage er- 
kennen. Vor allem war diese malerische Lösung einer 
dichten Darstellung der plastischen Form und ihrer Verknüpfung 
mit dem Raum nicht vollkommen gerecht geworden, die Ver- 
selbständigung des Optischen wurde von ihm als Mangel er- 
kannt und daher strebte er hewußt eine Verlesligung der pla- 
stischen und räumlichen Werte an. Die Arbeiten, die er nun in 
Amsterdam als vorläufigen Abschluß einer Entwicklung dem 
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