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Volltext: Alte und Moderne Kunst IV (1959 / Heft 9)

 
zum Reich der Mutter und die Wohnstube als Gedenkraum für 
den Vater ausgestaltet. Das anschließende Barockzimmer deutet 
an Hand originaler Bilder, Erinnerungsstücke und Handschrif- 
ten die wichtigsten Stationen im Leben llaydns an. Dort finden 
sich auch die Figurinen einer Opernauflührung in Esterhüz. Selbst 
die Beschriftung geht neue Wege: es werden in erster Linie Aus- 
sprüche llaydns herangezogen. Seine Worte sollen uns gleichsam 
durch sein Vaterhaus und durch sein Leben führen. Mit dem 
Tod des Tondichters durfte die (iedenkstätte aber nicht 
ihren Abschluß finden. Der letzte große Saal, der aus dem Um- 
bau der Stallungen gewonnen wurde, slreht eine Apothcosc 
seines Werkes an. Hier überblickt man an Hand einiger Proben, 
Erstdrucke und Autographen, seine künstlerische Entwicklung, 
während zeitgenössische Ölbildcr den Inhalt der „Schöpfung", 
der Jahreszeiten" und des „Kaiser-Quartetts" nachempfinden. 
Neben den literarischen, historischen und geistigen Anspielun- 
gen wollen sie auch etwas von der Größe seiner Musik in freier 
farbiger Komposition zum Ausdruck bringen. 
Das alte Bauernhaus hat seine ehemalige Funktion heute ver- 
loren. Das Museum aber gibt ihm neues geistiges Leben, in dem 
sich längst vergangenes Geschehen dokumentiert. Diese Erinne- 
rung ist so mächtig, daß sie immer wieder schöpferische Kräfte 
inspiriert. Das Haydnhaus bietet daher mehr als eine Sammlung 
originaler Erinnerungsstücke, es mahnt und erinnert uns: 
„Eine Bauernhütte, in der ein so großer Mann geboren wurde." 
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