MAK

Volltext: Alte und Moderne Kunst V (1960 / Heft 1 und 2)

DER 
MALER 
LOIS 
PREGARTBAUER 
Wl 
LM MRAZEK 
Innerhalb der Österreichischen Malergeneration, deren Geburtsdaten um die Jahrhundertwende liegen, behauptet der 
im Jahre 1899 im steirischen Misselsdori geborene Lois Pregartbauer eine bemerkenswerte, eigenständige Position. 
Schon zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn in den Dreißigerjahren ließ er eine vielseitige Begabung erkennen und 
wurde bald nicht nur als Maler, sondern auch als Graphiker von eindrucksvollen Plakaten bekannt. Frühzeitig verband 
sich mit seinen Arbeiten die Überzeugung, daß hier viele Versprechungen vorliegen. Und der Ernst und die Unent- 
wegtheil seines Strebens ließen hoffen, daß er bei einmal erreichten Zielen nicht stillstehen bleiben würde. 
Im Jahre 1959 zeigte der Sechzigjährige zusammen mit Vertretern der allerjüngsten Künstlcrgeneration die Arbeiten 
aus den letzten Jahren seines Schaffens in der Wiener Secession, deren Künstlcrgemeinschaft er seit 1945 angehört. 
Was er jetzt ausstellte, erregte allgemeines Erstaunen und Verwunderung. Das von Wissenschaft und Kritik so viel- 
bemühte Problem der Generationen, schien bei dieser Konfrontation keine Gültigkeit zu besitzen. Denn die Werke 
des Scchzigiiihrigen, die sich so gut in den Rahmen der Jungen fügten, gaben gerade dieser Ausstellung ein beson- 
deres Gewicht. Die 25 Bilder, mit denen sich Pregartbauer präsentierte, ließen erkennen, daß hier eine an Jahren 
gereifte Persönlichkeit von einem jugendlich-lebendigen und wnndlungslähigen Gestaltungswillen ganz erfüllt ist. 
Prcgartbaucrs Aussagekraft hatte mit diesen Arbeiten einen Grad erreicht, den man allgemein als einen „Sprungf 
als echten Substanzgewinn und Vorstoß in neue Dimensionen bezeichnen kann. 
Dieser Vollzug eines neuen bildnerischen Gestaltens ist das Ergebnis einer klaren und folgerichtigcn Entwicklung. 
Ansätze hiezu waren in den Werken des bisher abgeschrittenen Entwieklungsweges schon immer vorhanden, traten 
aber während der mehr als ZSjährigen Künstlerschaft zunächst nur in stillen und eher bescheidenen Schritten in Er- 
scheinung. 
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