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Volltext: Alte und Moderne Kunst V (1960 / Heft 3)

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im Erzählerischen liegt, sie beruht auch nur zum gerin- 
gen Teil in der Formensprache der weich hinfließenden 
Figurenumrisse, zumindest im Vergleich mit einem zin- 
deren Formbereich: der Farbe. Der Farbe zuliebe sind 
ja alle Vereinfachungen in den Gestalten und Bildräumen 
vorgenommen. In Hinblick auf die Rolle, die der 
Farbe in der Malerei unseres Jahrhunderts, ganz allge- 
mein gesprochen, zukommt, klingt das recht selbstver- 
ständlich, in der persönlichen Entwicklung Merkels be- 
deutet es aber eine tief einschneidende Änderung. Blickt 
man zurück auf frühe Werke des Malers, wie sie in 
llans Tietzes 1922 erschienenem Buch über Merkel ab- 
gebildet sind, so wird diese Wendung in seiner Kunst 
sehr deutlich, die Verschiebung des Schwergewichts von 
der Zeichnung, der linearen Komposition, auf die Farbe. 
Damals konnte und mußte Tietze in seiner Charakte- 
ristik der Kunst Merkels sich auf die Analyse der kom- 
positionellen Harmonie von zeichnerisch fest umschlos- 
senen, körperlich kompakten Gestalten und Formen be- 
schränken, um bei dem Wesentlichen zu bleiben, und 
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