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Volltext: Alte und Moderne Kunst V (1960 / Heft 6 und 7)

Zur Feshuochenausstellung der Sladl Wien im Oberen Belveclere 
PAU 
GAU 
HERIBERT 
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ER 
l)er 1848 in Paris geborene Paul Gauguin wird heute un- 
bestritten zu den „Klassikern der modernen Malerei" 
gezählt und seine Rolle als Vorläufer und Wegbereiter 
der Kunst des 20. Jahrhunderts ist seit der denkwürdigen 
Sonderbundausstellung in Köln 1912 immer wieder be- 
tont worden. Sein an sich schon bewegtes Leben wurde 
und wird romanhaft ausgesehmückt und die Beurteilung 
seiner Kunst erfolgt fast ausschließlich an den „exoti- 
sehen" Bildern seines letzten Lebensjahrzehntes. Auf die- 
sem Gebiet jedoeh hat er fast keine direkte Nachfolge 
gefunden und der ihm in der Kunstgeschichte einge- 
räumte Platz ist allein daraus nicht erklärbar. Viel wich- 
tiger für die Folgezeit erscheinen seine Theorien, die 
seinen künstlerischen Werdegang bestimmten und in 
seinem Leben ein gutes Stück Entwicklungsgeschichte 
der Malerei des 19. jahrhunderts zusammenfassen. 
Dieses Leben schien keineswegs vorausbestimmt, das 
eines Künstlers zu werden, und noch weniger das eines 
Revolutionärs. Aus einer musisch kaum vorbelasteten 
Familie stammend - es sei denn, man billige den senti- 
mental-sozialkritischen Romanen seiner Großmutter 
Flora Tristan künstlerische Werte zu -, erhielt der 
Knabe eine durchschnittliche Erziehung. Die Tropen 
allerdings, die später für ihn so wichtig werden sollten,
	        

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