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Volltext: Alte und Moderne Kunst VI (1961 / Heft 46)

der Verwestliehung zu einer Besinnung auf die alten kulturellen Traditionen 
kommt, dann wird es nicht mehr möglich sein, daß, wie in der Vergangenheit, 
große Kulturen unabhängig voneinander weiter bestehen können. Es wird zu einer 
Synthese kommen müssen, die der e i n e n Menschheit auch geistig und moralisch 
eine gemeinsame Grundlage gibt. 
Diesem großen Programm dienen die Programme der Veranstaltungen und Kurse. 
Im vergangenen Jahr haben unter dem Titel: „Quellen Europas", Vorträge über 
Ägypten, Byzanz, die jüdisch-hellenistische Epoche, den Islam und seine Bedeutung 
für Europa und ähnliche stattgefunden. Daneben aber auch Diskussionen über 
Themen wie: Die Jazzmusik als eine universelle Sprache, und eine Reihe von 
Seminarien wie: Kulturphilosophischer Arbeitskreis, Soziologischer Arbeitskreis 
u. a. Außerdem Forumsdiskussionen über den Nationalismus, ein philosophischer 
Diskussionskreis usw. 
Man sieht, daß in Geduld einzelne Bausteine zusammengetragen werden für ein 
Werk, dessen Vollendung nicht gesichert ist, von dessen Vollendung jedoch die 
Zukunft der Menschheit abhängt. Man fragt immer wieder, was die Caritas mit 
kulturellen Aufgaben zu tun hat. Wenn einmal klar sein wird, daß nur eine Explo- 
sion der Nächstenliebe die Kultur und die Menschheit retten kann, der technisch 
eng miteinander verbundenen, seelisch aber zcrspaltenen Welt eine Seele geben 
kann, wird es für die kulturelle Tätigkeit der Caritas keiner Entschuldigung 
bedürfen. 
LEOPOLD UNGAR 
INTERNATIONALES KULTURZENTRUM 
l Außenansicht des Interna- 
ticnalen Studentenhauses, Sei- 
lerstätte 30. 
2 Portal des Hauses Seiler- 
stätle 30. Der neue Eingang 
zurückgerückt, um den Ein- 
druck des alten Portals nicht 
zu beeinträchtigen. 
3 Detail des Stiegenaufgangs 
mit Blick auf den Gang des 
Oberstocks mit einer natur- 
belassenen Holzdecke. 
4 Die alte Feslstiege, aus der 
Zeit, als das Haus das Palais 
des Erzherzog Karl war. 
5 Foyer mit Bild von Walter 
Ecken. 
6 Außenansicht des Foyers, 
entstanden aus der Umgestal- 
tung eines alten Verbindungs- 
ganges durch eine moderne 
Stahlkonstruktion. 
7 Innenhof mit Sandsteinpla- 
stik von Erwin Thorn. 
8 Foyer des Internationalen 
Kulturzentrums im 1. Stock. 
9 Festsaal und Bühne im 
1. Stock. 
10 Einblick in ein Studenten- 
zimmer.
	        

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